Quam wird als deutsche Marke positioniert
Mobilfunkmarke "Quam" peilt zehn Prozent Marktanteil an

Die neue Mobilfunkmarke des Konsortiums Group3G UMTS GmbH, München, wird im November in Deutschland unter dem Namen "Quam" auf den Markt kommen und strebt langfristig einen Marktanteil von "10 % plus x" an. In fünf bis zehn Jahren soll Quam rund sieben Millionen bis acht Millionen Kunden zählen, teilte der Netzbetreiber, ein Gemeinschaftsunternehmen der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera, am Mittwoch in München mit.

vwd MÜNCHEN. Multimediafähigen Mobilfunk auf Basis der GPRS- und UMTS-Technologie will die Group3G mit der neuen Marke anbieten. "Jetzt haben wir ein Netz, eine Brand und Personal, die Kunden werden dann schon kommen", zeigte sich Geschäftsführer Ernst Folgmann optimistisch.

"Quam kommt aus Deutschland, und wir wollen mal sehen, wie es sich weiterentwickelt", sagte Folgmann. Die Marke sei zwar in Namensgebung und Design speziell für den deutschen Markt entwickelt worden, doch schließe der Netzbetreiber einen Eintritt in andere europäische Märkte nicht aus. Telefonica als Hauptanteilseigner besitze Mobilfunklizenzen für Spanien, Italien, die Schweiz und Österreich. "Vielleicht geht es von Deutschland aus gleich weiter", deutete der Geschäftsführer an. Bisher habe sich die Group3G aber nur in Deutschland die Namensrechte für Quam gesichert. Die deutsche Übersetzung des lateinischen Wortes "quam" bedeutet schlicht "wen".

Die Marke werde sich an Geschäftskunden wenden, vor allem an kleinere und mittlere Unternehmen, hatte das Konsortium bereits in früheren Mitteilungen angekündigt. Die vorbereitete TV-Werbekampagne ist jedoch in erster Linie auf Privatkunden zugeschnitten. Darin wirbt die Group3G unter anderem für Onlinespiele, Navigationsdienste und Bezahlfunktionen per Handy. Für die Einführung der Marke wende das Unternehmen einen mittleren bis höheren "zweistelligen Millionenbetrag in Euro" auf.

Produktdetails wollte der Unternehmensvorstand jedoch vor dem Start im November nicht nennen. Auch zur Investitionshöhe der Group3G für den Netzaufbau in Deutschland oder über mögliche Partner für die Netztechnik wollte Folgmann keine Aussagen machen. Bereits im Frühjahr hatte das Telefonica-Sonera-Konsortium den Betreiber E-Plus für eine Kooperation beim UMTS gewonnen. Die deutsche Lizenz für den Mobilfunk der dritten Generation hatte die Group3G im vergangenen Jahr als einer von sechs Bietern für mehr als 16 Mrd DEM ersteigert.

Gerüchte, wonach der Anteilseigner Sonera seine 43-prozentige Beteiligung an den Group3G-Mehrheitseigner Telefonica Moviles (57 Prozent) habe verkaufen wollen, wies der Vorstand zurück. Dies sei bereits von Sonera dementiert worden.

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