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Quartalsabschluss im Plus

Das Quartal ist zuende. Glücklicherweise, sagen viele Investoren. Ein kleiner Trost: Die Indizes konnten sich mit einem leichten Gewinn in den neuen Jahresabschnitt verabschieden. Institutionelle Anleger hatten am Freitag noch Kapital übrig, was sie in den Börsenmarkt gesteckt haben. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index profitierten und schlossen den Tag im Plus.

Eine Bilanzkosmetik, die vor Quartalsende gern betrieben wird, übertünchte daher auch Konjunkturdaten, die nicht allzu gut ausgefallen waren. Zwar verbesserte sich der von der Universität Michigan herausgegebene Index des Verbrauchervertrauens im März. Doch der am gleichen Tag veröffentlichte Produzentenpreisindex in Chicago wies den niedrigsten Stand seit 1982 aus.

Trotz der Gewinne am Freitag hat es den Nasdaq Index arg erwischt. In den ersten drei Monaten diesen Jahres hat er ein Viertel Prozent an Wert verloren. Das Technologiebarometer ist vier Quartale hintereinander ins Minus gefallen. Das gab es das letzte Mal vor 17 Jahren. Der S&P Index verlor dieses Quartal zwölf Prozent. Auch der breiter gefasste Börsenindex ist damit vier Quartale hintereinander gefallen.

Als eindeutiger Dow-Sieger schloss American Express den Tag ab. Ganz nach dem Motto "buy the rumor" griffen Investoren zu, nachdem die Spekulation aufgekommen war, die Citigroup könnte American Express übernehmen. Das viertgrößte Kreditkarteninstitut notierte erst in der vergangenen Woche auf einem neuen 52-Wochen-Tief und ist damit im Moment günstig zu haben. Für die Citigroup wäre die Übernahme von Vorteil, da sie neben dem bekannten Markennamen 53 Millionen Kreditkartenkunden von American Express dazugewinnen würde. Morgan Stanley Dean Witter und die American International Group sind dem Wall Street Journal zufolge ebenfalls an einem Kauf von American Express interessiert. Citigroup und J.P.Morgan tendierten leichter.

Von Spekulationen profitierte auch RealNetworks. Demnach werden drei der großen Musikfirmen Lizenzverträge mit RealNetworks abschließen. Dazu zählen die zu Time Warner gehörende Warner Music Group, Bertelsmanns BMG Entertainment und EMI. Die Aktie kletterte mit zehn Prozent in die Höhe.

Schwer hatten es die Chipaktien. Im Windschatten von Micron Technologies fiel die gesamte Branche in die Tiefe. Der Chiphersteller hatte im Zuge seiner Ergebnismeldung angekündigt, dass sich das Unternehmen aus dem PC Geschäft verabschieden will. Micron Technologies bekam im abgelaufenen Quartal Probleme mit der Preisentwicklung der DRAM Chips. Die Preise für die Speicherchips hatten sich halbiert. Die Nachricht belastete den Kurs von Altera und Xilinx, den Marktführern im Bereich Kommunikationschips.

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