Quartalsbericht vorgelegt
Mobilcom übertrifft Analystenerwartungen

Die Mobilcom AG hält nach Vorlage ihrer Quartalszahlen weiterhin am Ziel fest, für das Gesamtjahr 2001 ein positives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) zu erwirtschaften.

dpa-afx HAMBURG. Im zweiten Quartal hatte das im Nemax 50 notierte Unternehmen ein Ebitda von 3,66 Mill. ? erwirtschaftet, nach einem Verlust von 34,79 Mill. ? im ersten Quartal, wie der Vorstandsvorsitzende der Büdelsdorfer Mobilcom AG, Gerhard Schmid, am Donnerstag in Hamburg berichtete. Damit muss das Hamburger Telekommunikationsunternehmen bis Ende des Jahres ein Halbjahresminus beim Ebitda von 31,1 Mill. ? wettmachen, um die UMTS-Anlaufkosten noch in diesem Jahr zu amortisieren.

Vom 1. zum 2. Quartal sind die Umsatzerlöse allerdings um knapp 60 Mill. ? auf 669,5 Mill. ? zurückgegangen. Diesen Rückgang begründete er mit einem langsameren Wachstum des Mobilfunkgeschäfts, Preissenkungen im Internet sowie geringeren Umsätzen bei der Computerhandelsgesellschaft Comtech. Nach den Wachstumsphasen konzentrierten sich die Telekom-Unternehmen jetzt auf die Margen, sagte Schmid.

Im zweiten statt wie geplant im vierten Quartal dieses Jahres schreibt Mobilcom beim Ebitda - Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen - mit 3,7 Mill. ? schwarze Zahlen. Darin eingerechnet sind laut Schmid 5,6 Mill. ? als Ertrag aus einer Kapitalerhöhung bei der Internet-Tochter freenet sowie Sonderabschreibungen. Auf das Kerngeschäft Mobilfunk und Festnetz entfielen vom Ebitda 21,9 Mill. ?.

Aktienkurs steigt trotz Bremsspuren im Kerngeschäft

Nach der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse hat die Aktie der Mobilcom AG am Donnerstag leicht zugelegt, obwohl das Kerngeschäft des Unternehmens erstmals starke Bremsspuren zeigte. Die Anteilsscheine notierten in einem schwachen Umfeld um 0,33 % höher.

Rund acht Mill. Kunden nutzten im 1. Halbjahr Mobilfunk, Festnetz und Internet von Mobilcom, ein Zuwachs von 68 %. Davon telefonieren fünf Mill. Kunden mobil (plus 84 %). Rund 955 000 Kunden, und damit etwa 100 000 mehr als in der Vorjahresperiode, wurden neu hinzugewonnen. Bis zum Jahresende soll die Zahl der Kunden um rund 30 bis 40 % zulegen.

Platz unter den ersten drei angestrebt

Bei den Vertragskunden habe Mobilcom einen Marktanteil von 14,3 %, berichtete Schmid. "Wir rüsten uns für unsere Rolle als UMTS-Netzbetreiber", ergänzte er. Dabei strebt das Unternehmen einen Platz unter den ersten drei in Deutschland an.

Bei Mobilcom untersucht laut Schmid ein Ausschuss derzeit, wie Unternehmenskäufe ohne Schulden- oder Kapitalerhöhung erfolgen können. Künftige Akquisitionen würden nur getätigt, wenn der Restrukturierungsaufwand für die Firma im Preis berücksichtigt sei.

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