Quartalsergebnis gesteigert
Plenum hält an Prognosen für 2001 fest

Der Wiesbadener IT-Dienstleister Plenum AG hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und ist zuversichtlich, die im August angehobenen Prognosen für 2001 zu erreichen.

Reuters FRANKFURT. Für das Gesamtjahr erwarte Plenum trotz der Marktschwäche und der IT-Konjunkturabkühlung unverändert mit einem Umsatz von mindestens 65 (Vorjahr: 47,2) Mill. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5,1 (4,6) Mill. Euro, sagte Finanzvorstand Thomas Reuther der Nachrichtenagentur Reuters. "Damit rechnen wir entgegen dem Branchentrend mit einem Wachstum im zweiten Halbjahr."

"Die aktuellen Marktbedingungen erschweren derzeit die Prognosen für das Gesamtjahr 2002", sagte Reuther und verwies auf unterschiedliche Szenarien. "Im Best Case halten wir, wie in der Vergangenheit und in diesem Jahr bewiesen, ein organisches Wachstum von 40 % für erreichbar. Im Worst Case bei anhaltender Rezession im Jahr 2002 sehen wir ein Nullwachstum bei anhaltender Profitabilität." Die offizielle Prognose werde Plenum anlässlich der Bilanzpressekonferenz Mitte März veröffentlichen. Um der allgemein schwachen Marktentwicklung entgegenzusteuern, konzentriere sich Plenum wieder verstärkt auf Bestandskunden und verfolge weiterhin sein straffes Kostenmanagement.

Im dritten Quartal sei der Pro-Forma-Umsatz inklusive der Zukäufe mpt, DOM, IBL und mtw und Stoll + Fischbach auf 15,7 (Vorjahr: 11,1) Mill. Euro gestiegen, das Ebitda habe sich auf 1,0 (0,6) Mill. Euro belaufen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass mit der mittlerweile abgeschlossenen Verschmelzung der erworbenen Gesellschaften im zweiten Halbjahr insgesamt Einmalaufwendungen von 1,7 Mill. Euro anfielen, 0,8 Mill. Euro hätten sich bereits im dritten Quartal niedergeschlagen. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz den Angaben zufolge auf 48,3 (Vorjahr: 32,9) Mill. Euro. Ohne das abgestoßene New Venture-Geschäft und ohne die Erlöse der Stoll + Fischbach sei ein internes Wachstum von 41 % auf 36,3 Mill. Euro erzielt worden. Das Ebitda sei trotz der fünf Akquisitionen auf 4,1 (3,1) Mill. Euro gestiegen. Die Mitarbeiterzahl habe sich auf 482 (338) zum Stichtag erhöht. 110 Beschäftigte stammten dabei von Stoll + Fischbach.

Der Unternehmensbereich Communication, der das ehemalige Segment Plenum New Media und die Stoll + Fischbach Gruppe integriere, habe nach neun Monaten 23,1 (1,8) Mill. Euro zum Umsatz beigesteuert. "Wir werden bis Jahresende zu den Top 20 der Agenturen zählen und damit in die Spitze der deutschen Agenturlandschaft vordringen", sagte Reuther. Plenum Communication deckt nach eigenen Angaben die gesamte Bandbreite der Unternehmenskommunikation ab, von der klassischen Marketingstrategie und Markenführung bis zu multimedialen E-Communication-Lösungen. Ende des Jahres sollten in diesem Segment rund 30 Mill. Euro umgesetzt werden. 2000 hätten New Media 5,9 Mill. Euro und Stoll + Fischbach einen Umsatz von 12,1 Mill. Euro erwirtschaftet, sagte Reuther.

Der Umsatz im Segment Systems habe in den ersten neun Monaten auf 16,9 (14) Mill. Euro zugelegt. Im Consulting seien die Erlöse auf 7,9 (6) Mill. Euro gestiegen. "Hier sind unsere Kapazitäten völlig ausgelastet", sagte Reuther. Die geplante Großakquisition eines deutschen, nicht börsennotierten Unternehmens im Consultingumfeld werde voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr über die Bühne gehen. "Wir sind auf einem Erfolg versprechenden Weg. Aber die Tendenz geht eher zu 2002." Plenum führe darüber hinaus Gespräche mit Systemanbietern mit einem Jahresumsatz bis zu 40 Mill. Euro. "Im Geschäftsbereich Communication sind wir mit Stoll + Fischbach hervorragend positioniert, so dass wir hier derzeit keine weitere Akquisition planen", sagte Reuther. Vor einer Auslandsexpansion müsse Plenum erst dreistellige Millionen-Euro-Umsätze vorweisen. "Eine internationale Präsenz sehe ich nicht vor 2003", sagte Reuther.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes habe Plenum bislang rund 17 000 Stücke bei einem Durchschnittskurs von knapp 4,90 Euro vom Markt zurückgekauft, die für die potenziellen Akquisitionen eingesetzt werden sollten, sagte Reuther. Im Streubesitz befänden sich nun rund 44 % der Plenum-Aktien.

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