Quartalsergebnis lag über den Erwartungen
Metro trotzt der Konsumflaute

Der weltweit fünftgrößte Handelskonzern Metro hat trotz der Konsumflaute in Deutschland im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Das Düsseldorfer Unternehmen bekräftigte sein Gewinnziel für das Gesamtjahr 2002, reduzierte aber erneut leicht seine Umsatzerwartung.

Reuters DÜSSELDORF. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um 16,1 % auf 188 Mill. Euro gestiegen, teilte Metro am Donnerstag mit. "Trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat sich unser Geschäft im In- und Ausland sehr positiv entwickelt", erklärte Firmenchef Hans-Joachim Körber. Metro senkte seine Erwartung für das Umsatzwachstum im gesamten Jahr 2002 leicht, hielt aber an der Gewinnprognose fest.

Das operative Ergebnis des Konzerns übertraf im dritten Quartal die Erwartungen der von Reuters befragten Analysten, die im Schnitt mit 171 Mill. Euro gerechnet hatten. Reuters hatte am Vortag unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, das Ebit sei im dritten Quartal leicht auf 160,06 Mill. Euro zurückgegangen. Metro hatte diese Meldung umgehend dementiert.

Der Konzernumsatz kletterte den Angaben zufolge von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 % auf 12,36 Mrd. Euro und lag damit ebenso wie das Ergebnis über den Erwartungen der Branchenkenner. Trotzdem reduzierte Metro für das Gesamtjahr seine Umsatzprognose erneut leicht. Unter Berücksichtigung von Verzögerungen bei internationalen Neuereröffnungen erwarte Metro ein Wachstum von 5,0 bis 5,5 % nach zuvor prognostizierten 5,5 bis 6 %. An seiner Gewinnprognose für 2002 hielt Metro dagegen fest. "Wir bekräftigen unser Ziel, im laufenden Geschäftsjahr einen Ergebnisanstieg von rund zehn Prozent je Aktie zu erreichen", sagte Körber.

Metro erzielt mehr als die Hälfte seines Umsatzes in Deutschland, wo der Einzelhandel derzeit unter der Kaufzurückhaltung der Kunden leidet. Viele Konsumenten halten sich wegen der schwachen Konjunktur und der hohen Arbeitslosigkeit mit Käufen zurück. Metro teilte mit, der Konzern erwarte eine weitere Normalisierung des Verbraucherverhaltens im vierten Quartal und einen "zufrieden stellenden Verlauf des Weihnachtsgeschäfts".

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