Quartalsergebnis über Analystenprognosen
Cisco blickt verhalten nach vorn

Der US-Netzwerkausrüster Cisco hat im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal (zum 26. Januar 2002) angesichts der Flaute im Technologiesektor deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor.

Reuters SAN JOSE. Der erzielte Gewinn vor Sonderposten war mit 664 Mill. $ dennoch fast doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. Für das dritte Geschäftsquartal blieb Cisco vorsichtig gestimmt. Die Umsätze dürften gegenüber dem zweiten Quartal stagnieren oder im "unteren einstelligen Bereich" zunehmen, teilte das Unternehmen am Mittwoch im kalifornischen San Jose mit. Im zweiten Quartal hatte Cisco 4,8 Mrd. $ umgesetzt.

Nachbörslich legten die Cisco-Aktien zunächst auf 19,40 $ von 18,61 $ zum Nasdaq-Schluss zu, gaben aber später auf 17,25 $ nach. Im regulären Handel war der Kurs in einem schwächeren Marktumfeld um 0,6 % gestiegen, nachdem Cisco bereits vor Öffnung der US-Börsen mitgeteilt hatte, im abgelaufenen Geschäftsquartal beim Ergebnis je Aktie und Umsatz die Erwartungen von Analysten übertroffen zu haben. Die genannte Information sei versehentlich zuvor an zahlreiche Beschäftigte per E-Mail verschickt worden, hatte es zur Begründung der vorgezogenen Veröffentlichung geheißen.

Cisco teilte dann nach Börsenschluss mit, der Gewinn sei im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 vor Sonderposten auf 664 Mill. $ oder neun Cent je Aktie gesunken nach 1,3 Mrd. $ oder 18 Cent je Aktie ein Jahr zuvor. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten einen Gewinn je Aktie von fünf Cent erwartet. Gegenüber dem ersten Quartal zeigte sich Cisco aber deutlich verbessert. Da war nur eine Gewinn von 332 Mill. $ oder vier Cents je Aktie erzielt worden.

Der Umsatz belief sich den Angaben zufolge im zweiten Quartal bei 4,8 Mrd. $, nach einem Rekordumsatz von 6,75 Mrd. $ im Vorjahr. Analysten hatten mit Erlösen von 4,55 Mrd. $ gerechnet.

Analysten reagierten überwiegend positiv auf die Zahlen. Sie warnten aber, die jüngste Ergebnisentwicklung bedeute nicht, dass Cisco zu den alten starken Zuwachsraten zurückkehre.

Cisco-Chef John Chamber sagte, er erwarte im dritten Geschäftsquartal den Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal unverändert bis zu einem kleinen prozentual einstelligen Wachstum. Das abgelaufenen Quartal nannte er solide. "In fast jeder unserer Sparten haben wir positive Zeichen dafür gesehen, dass unserer Strategie aufgeht - von steigenden Marktanteilen und wachsender Liquidität bis zum Lagerumschlag und besseren Bruttomargen", fügte er hinzu.

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