Quartalsergebnisse so erwartet
Hypovereinsbank-Aktie trotz schwacher Zahlen im Plus

Die Aktien der Hypovereinsbank (HVB) haben am Donnerstag stärkere Kurszuwächse verbucht als der Gesamtmarkt, nachdem die Bank nach Angaben von Händlern erwartet schwache Quartalszahlen vorgelegt hatte. Die Titel kletterten am Vormittag um 1,79 Prozent auf 48,91 Euro, während der Dax um rund 0,32 Prozent zulegte.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. "Die Zahlen waren enttäuschend, aber das war erwartet", sagte ein Händler zu den Bilanzdaten der Bank. "Die Aktien haben in den vergangenen Wochen stark verloren. Viele haben geahnt, dass das Ergebnis nicht gut ausfallen würde und haben die Aktien 'geshortet'." Nun würden sich die Marktteilnehmer wieder eindecken. Beim so genannten Shorten oder Leerverkäufen verkaufen Investoren in Erwartung fallender Kurse geliehene Aktien, um damit Spekulationsgewinne zu erzielen. Seit ihrem im März erreichten bisherigen Höchststand in diesem Jahr bei rund 69 Euro hat die HVB-Aktie um fast 30 Prozent verloren.

Ähnlich urteilte Konrad Becker, Analyst bei Merck Finck & Co. Die Aktie steige in erster Reaktion auf die Zahlen, weil die Erwartungen "noch schlimmer" gewesen seien, sagte er. Hypovereinsbank seien schon im Vorfeld eingebrochen. Am Mittwoch war das Papier auf ein Jahrestief von 47,60 Euro gefallen. Nun könne man von einer technischen Reaktion sprechen.<</p> p>Dem schloss sich ein Analyst der Hamburgischen Landesbank: Es habe "keine großen Überraschungen" gegeben. Man müsse aber auch sagen, dass die übernommene Bank Austria geholfen habe, dass das zweite Quartal "nicht noch schlimmer" ausfalle.

Die Bank hatte am Morgen mitgeteilt, die angepeilte Eigenkapitalrendite von zehn bis zwölf Prozent sei angesichts des Ergebniseinbruchs im ersten Halbjahr nicht mehr erreichbar. Das Betriebsergebnis sei in den Monaten April bis Juni auf 286 (Vorjahreszeitraum: 353) Millionen Euro gesunken, das Ergebnis vor Steuern sei auf 229 (531) Millionen Euro geschrumpft. Die HVB blieb damit hinter den Prognosen der von Reuters befragten Analysten zurück, die im Durchschnitt mit 251 Millionen Euro vor Steuern gerechnet hatten.

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