Quartalsergebnisse und Analystenmeinungen bewegen die US-Märkte
Wall Street startet im Plus

Zum Wochenauftakt präsentiert sich die Wall Street einheitlich im Plus. Während der Dow Jones Index zunächst Schwierigkeiten hatte, sich im Plus zu halten, festigte der Nasdaq Index sein Position im positiven Terrain sofort. Die Kursgewinne bei Software und Netzwerktiteln unterstützen das High-Tech-Barometer. Quartalsergebnisse und Analystenmeinungen bewegen die US-Märkte.

NEW YORK. Allein in dieser Woche sollen 31 Prozent der im S&P 500 notierten Unternehmen Quartalsergebnisse vorlegen. Bisher haben bereits 217 der S&P 500 Index Unternehmen ihre Ergebnisse veröffentlicht. Fast 61,3 Prozent der Unternehmen konnten die Analystenschätzungen für das zweite Quartal um durchschnittlich 1,7 Prozent schlagen, ergab eine Auswertung des Finanzanalystenhauses Thomson Financial. Fast ein Viertel der Unternehmen hielten die Erwartungen ein, und zwölf Prozent verfehlten die Prognosen. Die operativen Ergebnisse lagen durchschnittlich insgesamt 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Vorbörslich präsentierten unter anderem Lexmark, Colgate Palmolive und 3M ihre Resultate. Mit Spannung warten die Anleger heute noch auf die Quartalsergebnisse von Texas Instruments, Altera, AT&T und Amazon. Colgate Palmolive machte am Morgen mit zufriedenstellenden Ergebnissen den Anfang. Der Hersteller von Konsumgütern konnte im zweiten Quartal den Gewinn um zehn Prozent auf 287 Millionen Dollar oder 47 Cents pro Aktie steigern. Das Ergebnis lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz ging dagegen um 10 Millionen Dollar auf 2,33 Milliarden Dollar zurück. Der weltgrößte Hersteller von Zahnpasta profitierte vor allem von einer gesunden Nachfrage in den USA und der Reduzierung der Betriebskosten.

Die Aktie von 3M notiert nach gemischten Quartalsergebnissen im Plus. Zwar konnte der Hersteller der beliebten Post-it Zettel die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 1,12 Dollar um einen Cent übertreffen. Doch wird die weltweit schwierige Wirtschaftlage und der starke Dollar das Unternehmen auch im zweiten Halbjahr belasten. Für das Geschäftsjahr erwartet der Konzern dennoch weiterhin einen Gewinn in der Spanne von 4,50 bis 4,75 Dollar pro Aktie. Analysten rechnen mit 4,57 Dollar. Die Aktie führt die Gewinnerliste der Dow Jones Werte an.

Schwächer notiert dagegen Lexmark International nach gemischten Quartalszahlen. Der zweitgrößte Hersteller von Druckern und Drucker-Zubehör konnte den Umsatz zwar im zweiten Quartal um 11 Prozent auf ein Rekordvolumen von 988 Millionen Dollar steigern. Der Gewinn übertraf mit 65 Cents pro Aktie die durchschnittlichen Analystenschätzungen um 1 Cent. Doch reduzierte das Management die Gewinnprognosen für das laufende Quartal auf 50 bis 60 Cents pro Aktie. Analysten hatten mit einem Gewinn von 68 Cents gerechnet. Als Grund nannte das Unternehmen die rückläufige Nachfrage nach Computern und computerverwandten Produkten. Die Aktie notiert fast 6 Prozent im Minus. Hewlett-Packard führt im frühen Handel die Verliererliste der Dow Jones Werte an.

Zu einer der am meisten gehandelten Aktien gehört die Aktie von Cisco Systems. Die Chancen stehen gut, dass Cisco die Gewinnerwartungen der Experten für das abgelaufene Quartal übertreffen wird. Die Analysten von UBS Warburg stuften die Aktie von "halten" auf "kaufen" herauf. Sie korrigierten das Kursziel um 5 Dollar auf 25 Dollar nach oben. Die Aktien von Lucent Texchnologies, JDS Uniphase und Nortel Networks notieren ebenfalls im Plus.

Erhöhter Beliebtheit erfreuen sich zum Wochenauftakt die Softwareaktien. Bea Systems profitiert am Morgen von einer Kooperation mit Intel. Durch die künftige Zusammenarbeit soll die Effizienz der "Web-Logic"-Software von Bea Systems verbessert werden. Die Software wird für Intels Mikroprozessoren der Reihe "Itanium" optimiert. Intel plant, auf diesem Weg das lukrative Geschäft mit leistungsstarken Servern auszubauen. Die Server, die mit Web-Logic ausgestattet sind, werden unter anderem für E-Commerce-Geschäfte eingesetzt. Bea Systems profitiert am Morgen von positiven Analystenkommentaren. Die Experten von Goldman Sachs setzten die Aktie auf die Empfehlungsliste. Auch Credit Suisse First Boston sieht für das Unternehmen gute Chancen durch die Allianz. Von der Zusammenarbeit werden den Analysten zufolge sowohl Bea als auch Intel profitieren. Sie empfehlen die Aktie mit "aggressiv kaufen". Intel und Bea gewinnen an Wert.

Weniger lustig geht es dagegen auf dem Unterhaltungssektor zu. Die Aktie von Walt Disney notiert schwächer, nachdem der zweitgrößte Medienkonzern der Welt bekannt gab, Fox Familiy Worldwide, den Kinderkanal von News Corp. und Saban Entertainment, übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 5,3 Milliarden Dollar einschließlich zwei Milliarden Dollar Schulden.

Bewegung herrscht am Morgen auch auf dem Pharmasektor. King Pharmaceuticals konnte den Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppeln und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Zu dem guten Ergebnis trugen vor allem das Herzmedikament Altace und das Hormonpräparat Levoxyl bei. Millenium Pharmaceuticals und Pfizer tendieren ebenfalls freundlich.

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