Quartalsgewinn erfüllt trotz Rückgang die Erwartungen der Analysten
Ergebnis von Credit Suisse sinkt

Die Credit Suisse Group hat sich im Startquartal 2001 trotz schwierigen Konjunktur- und Börsenumfelds recht gut aus der Affäre gezogen. Die Integration der Investmentbanken Credit Suisse First Boston und DLJ kommt gut voran. In Deutschland und Spanien werden künftig Durchschnittssparer angesprochen.

HANDELSBLATT, ef ZÜRICH. Die Credit Suisse Group (CSG), Zürich, meldet für das erste Quartal 2001 einen Rückgang des Konzerngewinns um 25 % auf 1,43 Mrd. sfr bzw. 4,75 sfr pro Aktie. Das Minus des Betriebsgewinns um 12 % auf 1,73 Mrd. sfr konnte der Schweizer Allfinanzkonzern dagegen in engeren Grenzen halten. Bei der Bewertung des Ergebnisses muss der Anstieg der Goodwill-Abschreibungen auf 170 (Vj. 43) Mill. sfr berücksichtigt werden. Die Zahlen lagen am oberen Ende der Erwartungen der Analysten. Auch die Investoren zeigten sich zufrieden: Die Aktien eröffneten Montag mit 332,50 sfr um knapp 1 % über dem Schlusskurs vom Freitag. Sie gaben im Gefolge der schwächeren Entwicklung des Gesamtmarktes im weiteren Tagesverlauf aber etwas Terrain preis.

Ein wichtiger Erfolg war im Berichtsquartal, trotz der Baisse an den internationalen Börsen, der Anstieg der betreuten und verwalteten Kundenvermögen um 0,5 % auf 1,37 Bill. sfr. Besonders erfreulich an dieser Entwicklung ist, dass der Neugeldzufluss netto 19,9 Mrd. sfr erreichte. Verwaltungsratspräsident Lukas Mühlemann zeigte sich erfreut, dass es der CSG gelungen ist, die Marktstellung in den Kerngeschäften Investment Banking und Vermögensverwaltung im Berichtsquartal weiter auszubauen.

Der Bruttoertrag des CSG-Konzerns erhöhte sich im Berichtsquartal um 21 % auf 11,09 Mrd. sfr. Dabei muss berücksichtigt werden, dass erstmals die US-Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) in die Rechnung einbezogen wurde. Mühlemann bezeichnete die DLJ-Akquisition als Erfolg. Die Integrationsziele seien rascher als erwartet erreicht worden. Bis Ende dieses Jahres sollte der Zusammenschluss der Investmenbankaktivitäten von Credit Suisse First Boston un DLJ voll sichtbar werden.

Der Zinserfolg konnte um 26 % auf 1,54 Mrd. sfr, der Kommissions- und Dienstleistungsertrag um 25 % auf 4,89 Mrd. sfr, der Handelserfolg um 14 % auf 3,05 Mrd. sfr und der Ertrag der Winterthur Versicherungen um 12 % auf 1,52 Mrd. sfr verbessert werden. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 35 % auf 7,98 Mrd. sfr. Dabei waren DLJ sowie Investitionen in den Ausbau der Vermögensverwaltung und in die Technologie für die Steigerung verantwortlich. Allein das Programm zur Mitarbeiterbindung bei DLJ erforderte 194 Mill. sfr. Im Gesamtjahr 2001 sollen die Kosteneinsparungen höher als die ursprünglich eingeplanten 1 Mrd. sfr ausfallen.

Mühlemann erwartet, dass 2001 ein insgesamt anspruchsvolles Geschäftsjahr wird. Es zeichne sich ab, dass das schwierige Marktumfeld auch die Entwicklung des zweiten Quartals prägen werde. Dennoch erwartet der Konzernchef, bei den strategischen Initiativen des CSG-Konzerns weitere Fortschritte erzielen zu können. Zu diesen zählt in der zweiten Jahreshälfte auch der Markteintritt der Sparte Credit Suisse Personal Finance in Deutschland und Spanien.

Mit einer Kombination von Online-Angeboten und bis zu 50 stationären Beratungszentren pro Land sollen Anleger ab einer Investitionssumme ab bereits 50 000 sfr angesprochen werden. In Italien ist der entsprechende Aufbau bereits erfolgreich gewesen. Im Private Banking sollten Kunden bei der CSG Beträgen von etwa 500 000 Euro mit bringen. Bei der UBS und einigen bekannten Schweizer Privatbanken müssen die Kunden sogar den doppelten Betrag investieren können.

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