Quartalsmeldungen aus der Pharmabranche im Fokus
Wall Street: US-Märkte könnten an Montags-Rally anknüpfen

Am frühen Dienstagmorgen sieht es aus, als wollten die US-Märkte an die Rally vom Montagnachmittag anknüpfen. Die Futures stehen freundlich, der Nasdaq Index zeigt vorbörslich 14 Punkte ins Plus, der S & P 500 notiert mit vier Zählern im grünen Terrain.

Auf dem Parkett konzentriert man sich wieder auf den Markt und weniger auf Nachrichten aus dem politischen und militärischen Umfeld. Weitere Anthrax-Infektionen und sogar zwei Todesfälle in Washington konnten den Handel zum Wochenauftakt nicht aus der Ruhe bringen. Die beiden großen Indizes waren am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen, der Dow Jones mit einem Plus von 1,9 Prozent, der technologie-orientierte Nasdaq mit einem Zugewinn von 2,2 Prozent.

Die Woche an der Wall Street steht erneut im Zeichen der Ertragsmeldungen. Hunderte Unternehmen legen Zahlen vor, im Fokus dürften am Dienstag die Quartalsmeldungen unter anderem der Pharmabranche stehen. Schering-Plough und Glaxo-Smith-Kline haben bereits am Morgen gemeldet, beide konnten im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten erfüllen. Gegen Mittag wird auch Bristol-Myer Squibb Ergebnisse vorlegen. Vorbörslich wurden die Papiere nicht gehandelt.

Besser als erwartet schloss der Biotech-Konzern Pharmacia im abgelaufenen Quartal ab. Der ganze Biotechsektor konnte in den letzten Wochen zulegen, Pharmacia allerdings weniger vor dem Hintergrund der Terror-Attacken, als vielmehr dank guter Verkäufe seiner Arthrose- und Krebs-Medikamente. Pharmacia übertraf die Konsensschätzung der Wall Street um einen Penny. Das Papier verliert vorbörslich dennoch 6,7 Prozent.

Ölsektor geschwächt

Meist gehandelte Aktie vor Marktöffnung ist das Papier von Lucent. Der Hersteller von Telekom-Technologie meldet am Morgen einen operativen Verlust für das vierte Quartal, mit massiven Abschreibungen resultierend aus der laufenden Restrukturierung. Exklusive einmaliger Posten, kam ein Fehlbetrag von 909 Millionen Dollar oder 27 Cents pro Aktie zustande Analysten rechneten mit einem Verlust von 23 Cents pro Aktie. Da jedoch im Vorfeld der Ergebnisse Gerüchte eines weitaus grösseren Fehlbetrags am Markt kursierten, reagiert der Markt auf die Nachrichten positiv. Die Aktie von Lucent steigt im Vorhandel um 2,9 Prozent.

Geschwächt zeigt sich am Morgen der Ölsektor. Der weltgrößte Öl- und Gaskonzern, Exxon, hat die Analystenerwartungen im abgelaufenen Viertel verfehlt. Das Papier verliert am frühen Morgen 2,7 Prozent. Auch der zweitgrößte Plattform-Provider der Welt, Schlumberger, konnte den Analystenerwartungen im dritten Quartal nicht gerecht werden. Die Aktie von Schlumberger hat im vergangenen Jahr 40 Prozent an Wert eingebüßt und gibt damit die Entwicklung der Branche wieder. Der Ölservice-Index gab 39 Prozent nach, der Ölmarkt wartet weiter auf eine gesamtkonjunkturelle Erholung.

Die Tech-Werte, die am Montag den Markt gestützt hatten, verhalten sich am Morgen ungewöhnlich ruhig. Microsoft klettert vorbörslich um 0,6 Prozent, Cisco legt knapp drei Prozent zu, die übrigen wurden vor der Glocke nicht gehandelt. Viele Chip- und Halbleiterwerte finden sich am Morgen auf der Verliererseite, zahlreiche Unternehmen aus diesen Branchen werden aber erst im Laufe des Vormittags Zahlen melden.

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