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Quartalssaison schreitet voran

Es war die heißeste und wohl auch wichtigste Woche seit langer Zeit an der Börse. Der technologielastige Nasdaq Index legte am Donnerstag den drittgrößten Punktesprung aller Zeiten hin, dabei lag der zweitgrößte Anstieg gerade erst ein paar Tage zurück.

Der Dow Jones-Index rutschte erstmals seit März wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten.



Mit Spannung blickten die Investoren in der vergangenen Woche vor allem auf die Branchengiganten IBM, Microsoft und Intel. Zu den Verlierern gehörten zur Wochenmitte vor allem Technologiewerte und im Dow Jones Index allen voran IBM. Unerwartet niedrige Umsätze des Technologie-Riesen enttäuschten sowohl Investoren als auch Experten. Pessimistische Kommentare der Analystenhäuser schadeten dem Wert zusätzlich. IBM fiel um 17 Prozent. Der Kurssturz vernichtete rund 30 Milliarden Dollar Marktvolumen. Die Quartalszahlen von Intel wurden hingegen mit Freude aufgenommen. Der größte Chiphersteller der Welt konnte sowohl die Gewinne- als auch die Umsatzerwartungen des Marktes übertreffen. Der Chipproduzent erwartet im laufenden Quartal ein Umsatzwachstum von vier bis acht Prozent. Die Kosten sollen jedoch auch steigen. Dennoch, Intels positiver Ausblick für das vierte Quartal stellte den gesamten Chipsektor wieder in besseres Licht.



Der Ölpreis hielt in den vergangnen Tagen einigermaßen still, zumindest war er kein Thema an der Börse. Der Nahostkonflikt rückte auf dem Parkett wieder mehr in den Hintergrund. Außer am Mittwoch, an dem die angekündigte Feuerpause und die fortschreitenden Gespräche zwischen den Staatsoberhäuptern der USA, Israel und Palästina, die Märkte im frühen Handel kurzzeitig beflügelten. Danach ging es für die Technologiebörse rund sechs Prozent ins Minus. Donnerstag hingegen sprang sie aufs Trampolin, wurde nach oben katapultiert und legte somit einen Rekordzuwachs hin.



Fondsmanager wagten sich sogleich wieder schnell nach vorn. Die 4000 im Nasdaq sei innerhalb der nächsten Wochen zu erreichen. Moment mal, hat das Kursbarometer nicht in dieser Woche noch Glück gehabt, nicht unter die 3000 zu rutschen? Da ist wohl auch vieles Wunschdenken. Immerhin, die Quartalszahlen von Microsoft wurden positiv aufgenommen, die befürchteten Umsatzeinbußen unter anderem bei Windows 2000 sind ausgeblieben. Die Nasdaq verbesserte sich im Wochenvergleich um fünf Prozent. Der Dow stieg von Freitag zu Freitag nur ganz leicht auf 10227 Punkte.



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