Quartalsumsatz gestiegen
Levi Strauss schreibt rote Zahlen

Der traditionsreiche amerikanische Jeans- und Bekleidungshersteller Levi Strauss & Co. hat im zweiten Quartal und in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 rote Zahlen geschrieben.

HB/dpa SAN FRANCISCO. Das Unternehmen verbuchte in dem am 25. Mai beendeten Quartalsabschnitt allerdings nur noch einen Verlust von 13,4 Mill. Dollar (11,6 Mio Euro) gegenüber roten Zahlen von 76,7 Mill. Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Der Quartalsumsatz stieg auf 930 (Vorjahresvergleichszeit: 923,5) Mill. Dollar. Klammert man allerdings Wechselkursveränderungen aus, gab es einen Umsatzrückgang von fünf Prozent, teilte die in San Francisco ansässige Gesellschaft mit.

Der Halbjahresumsatz betrug 1,8 (1,86) Mrd. Dollar. Es fiel ein Verlust von 37,9 (33,2) Mill. Dollar an. Während Levi Strauss im heimischen Markt im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf 560,6 Mill. Dollar verbuchte, legte das Unternehmen in Europa um 8,2 % auf 261,2 Mill. Dollar zu und steigerte seinen Umsatz in Asien sogar um 26,7 %.

Das zweite Quartal war nach Angaben von Konzernchef Phil Marineau "wegen der weltweit stagnierenden Wirtschaft und Einzelhandelsmärkte schwierig". Marineau sieht trotz der anhaltend harten Marktbedingungen, einschließlich deflationärer Bekleidungstrends in den USA und Europa, noch die Möglichkeit eines bescheidenen Wachstums in der zweiten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr erwartet Levi Strauss unter Ausklammerung von Wechselkursveränderungen einen stagnierenden Umsatz.

Marineau verwies auf die Einführung der Bekleidungsmarke Levi Strauss Signature in allen 3000 amerikanischen Wal-Mart-Geschäften. Es werde im kommenden Monat ein volles Sortiment an Männer-, Frauen- und Kinderbekleidung in den Geschäften angeboten. Levi Strauss wird die Marke nach Darstellung Marineaus im weiteren Jahresverlauf auch in Massenvertriebs-Kanälen in Kanada und in mehreren Ländern im asiatisch-pazifischen Raum offerieren. 2004 werde sie in Europa eingeführt.

Levi Strauss hatte zum Quartalsende 2,31 Mrd. Dollar Schulden gegenüber 1,85 Mrd. Dollar am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Finanzchef Bill Chiasson begründete den Anstieg mit höherem Inventar und mit einem höheren saisonalen Betriebskapital-Bedarf sowie dem Einstieg in das Massengeschäft.

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