Quartalsumsatz legt um 65 % zu
Cinemedia profitiert im ersten Quartal von Mel-Gibson-Film

Der Kinokassenschlager "Was Frauen Wollen" mit Hauptdarsteller Mel Gibson hat der Münchener CineMedia AG im ersten Quartal ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum beschert.

rtr MüNCHEN. "Vom Umsatz her war das sicher ein positiver Ausreißer", sagte Finanzvorstand Markus Hölzl am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz des am Neuen Markt gelisteten Unternehmens. Der Quartalsumsatz legte den vorläufigen Zahlen zufolge um 65 % auf 39,5 Mill. ? zu. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verdreifachte sich auf 14,7 Mill. ?. Für das Gesamtjahr rechnet Cinemedia mit einem Umsatzplus von 25 % auf 129,5 Mill. ?. Das Ebitda werde 2001 um 80 % auf 36,5 % zulegen. Im Februar hatte das Unternehmen noch eine Ebitda-Verdoppelung für 2001 angekündigt.

Am Neuen Markt wurden die Quartalszahlen positiv aufgenommen. Bis zum frühen Mittwochnachmittag stiegen die Cinemedia-Aktien in einem freundlichen Markt um mehr als acht Prozent auf 12,75 ?.

Das Wachstum des ersten Quartals sei vor allem auf die Kinoerlöse und die TV-Erstverwertung des Mel-Gibson-Films zurückzuführen, erläuterte Hölzl. Trotz des Erfolges des Films will sich Cinemedia wie bereits angekündigt aus dem Bereich Filmrechtehandel zurückziehen. "Wir werden unseren Ausflug in den Filmrechtehandel aber wenigstens mit einem positiven Ergebnis in diesem Jahr abschließen", sagte Hölzl. "Was Frauen Wollen" ist einer der nur zwei Filme, die Cinemedia von dem Anfang 2000 erworbenen ICON-Rechtepakets verwertet, das insgesamt 16 Filme umfasst.

Verdreifachung des Umsatzes im Bereich Produktion

Im Bereich Produktion verdreifachte sich der Umsatz den Angaben zufolge im ersten Quartal auf 20,7 %. Mit einem Beitrag von mehr als 50 % zum Konzernumsatz löste die Sparte damit die Postproduktion als Hauptumsatzträger ab. Der Markt für Auftragsproduktionen, wie sie Cinemedia mit "RTL Hessen Life" oder "Big Brother - Das Quiz" bereits realisiere, wachse weiter, erläuterte der für den Bereich zuständige Vorstand Wolfgang Graß. Im Gesamtjahr soll die Sparte mindestens 40 % des Konzernumsatzes ausmachen.

In der Sparte Postproduktion rechnet Cinemedia im laufenden Jahr nicht mehr mit Umsatzwachstumsraten von mehr als 25 %, wie noch 2000 erzielt. "Wenn wir mehr als zehn Prozent erreichen, sind wir zufrieden", sagte Hölzl. Im ersten Quartal stieg der Umsatz rund elf Prozent auf 17,4 Mill. ?. Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Fernsehfilme insgesamt rückläufig sei. Bei der Nachbearbeitung von Kinofilmen rechne Cinemedia mit einem stabilen Geschäft.

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen ein Ergebnis je Aktie von 0,50 ? nach 0,37 ? im Jahr zuvor. Für 2002 geht Cinemedia von einem Ergebnis je Aktie von mindestens 0,75 ? je Aktie aus.

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