Quartalsverlust ausgewiesen
Neue Bilanzprobleme bei Tyco

Im Zuge erneut aufgetauchter Bilanzunregelmäßigkeiten hat der US-Mischkonzern Tyco International in seinem abgelaufenen Quartal einen Verlust ausgewiesen.

Reuters BOSTON. Der Konzern mit Hauptsitz auf den Bermudas teilte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit, der Verlust je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft habe im zweiten Geschäftsquartal 0,23 Dollar je Aktie betragen. Im Jahr zuvor hatte der Nettoverlust noch 6,37 Mrd. Dollar oder 3,20 Dollar je Aktie betragen. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 0,23 bis 0,34 Dollar je Aktie gerechnet.

Am Mittwoch hatte Tyco die Aufdeckung weiterer Bilanzprobleme bekannt gegeben, die für das zweite Quartal eine Sonderbelastung von mehr als einer Milliarde Dollar bedeuteten. Tyco-Chairman Edward Breen kündigte an, als Folge der erneuten internen Bilanzprüfung würden Mitarbeiter entlassen, nannte aber keine Zahlen.

Das Unternehmen war im vergangenen Jahr wegen angeblicher Bilanzmanipulationen in die Schlagzeilen geraten. Im Rahmen interner Ermittlungen waren Buchungsfehler in einem Volumen von 382 Mill. Dollar aufgedeckt worden. Tyco machte dafür das ehemalige Management unter Ex-Konzernchef Dennis Kozlowski verantwortlich. Kozlowski und andere ehemalige Spitzenmanager des Konzerns wurden von der US-Justiz verschiedener Vergehen beschuldigt. Unter anderem sollen sie die Kasse des Unternehmens um mehr als 600 Mill. Dollar geplündert haben. Kozlowski hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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