Quartalsverlust erwartet
Nordex tritt stärker auf Kostenbremse

Der Hersteller von Windenergieanlagen Nordex AG ist wegen der rückläufigen Nachfrage in Deutschland in die roten Zahlen geraten und tritt stärker auf die Kostenbremse. Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2002/2003 erwartet die im Technologieindex TecDax gelistete Firma nach eigenen Angaben einen operativen Verlust zwischen 40 und 45 Mill. ?.

Reuters HAMBURG. Im Vorjahr war bei einer Gesamtleistung von 445 Mill. ? noch ein operativer Gewinn von knapp 18 Mill. ? erzielt worden. Die Nordex-Aktie verlor fast acht Prozent auf 1,06 ?.

Die bereits eingeleiteten Bemühungen zur Kostensenkung sollen nun im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms forciert werden, teilte Nordex am Dienstag in Hamburg mit. Dadurch wolle man das Ergebnis im nächsten Jahr deutlich verbessern und im darauf folgenden Geschäftsjahr 2004/2005 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Es sei zu lange auf Wachstum gesetzt und die Profitabilität dabei vernachlässigt worden, hieß es.

Als Eckpunkte der Neuausrichtung nannte der neue Vorstand die Konzentration auf Schlüsselmärkte, die Reorganisation der Geschäftsprozesse sowie umfassende Kostensenkungen. Zugleich senkte Nordex seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 300 bis 350 Mill. ? von zuvor 520 Mill. ?. Bei der Vorlage der Quartalszahlen im Februar hatte Nordex für das laufende Geschäftsjahr noch einen kleinen Gewinn von drei Mill. ? angepeilt.

In den ersten sechs Monaten fiel bei rückläufiger Gesamtleistung ein Verlust vor Steuern und Zinsen von 28,8 Mill. ? an. Das Halbjahresergebnis sei durch einen außerordentlichen Aufwand von 37 Mill. ? für Risiken aus Altprojekten sowie Restrukturierungsaufwendungen belastet. Im Vorjahreszeitraum hatte Nordex noch einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 4,7 Mill. ? verbucht. Die Gesamtleistung habe sich von Oktober bis März um 14 % auf 164 Mill. ? verringert, hieß es. Insbesondere im traditionell schwachen zweiten Quartal sei die Gesamtleistung auf rund 56 Mill. ? von 94 Mill. im Vergleichszeitraum eingebrochen.

Als wesentlichen Grund für die Geschäftsverschlechterung nannte Nordex die rückläufige Nachfrage nach Windenergieanlagen in Deutschland, die sich auch im Neugeschäft widerspiegele. Dies habe durch das Auslandsgeschäft nicht kompensiert werden können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%