Quartalsverluste
Sun Microsystems erfüllt Erwartungen

Der US-Hersteller von Netzwerkcomputern Sun Microsystems hat im dritten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres erwartungsgemäß einen Verlust verzeichnet. Gleichzeitig bekräftigte der Konzern seine Prognose, im laufenden Quartal in die Gewinnzone zurückzukehren.

Reuters PALO ALTO. Allerdings sei eine schnelle Umsatzerholung trotz der Anzeichen einer stärkeren Nachfrage durch Unternehmen nicht zu erwarten, teilte der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Sun Microsystems wolle künftig ein strenges Auge auf seine Kosten haben, und plant spätestens bis zum Jahresende 1000 Stellen abzubauen.

Im dritten Quartal (zum Ende März 2002) habe der Verlust nach Einmalkosten 37 Millionen Dollar oder einen Cent je Aktie betragen, nach einem Gewinn von 136 Millionen Dollar oder vier Cent im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Palo Alto mit. Der Umsatz sei auf 3,1 (Vorjahr: 4,1) Milliarden Dollar gesunken. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten mit einem Verlust von einem bis vier Cent gerechnet, die durchschnittliche Prognose lag bei zwei Cent.

Der Verlust vor Sonderposten betrug nach Sun-Angaben 26 Millionen Dollar oder ein Cent je Aktie. Im Vergleich zum Vorquartal wies der Konzern damit einen niedrigeren Verlust aus, nachdem der Fehlbetrag im zweiten Quartal noch 99 Millionen Dollar vor Sonderposten betragen hatte. Die Umsätze blieben im Vergleich zum zweiten Quartal unverändert.

Höhere Umsätze im vierten Quartal erwartet

Sun-Finanzvorstand Mike Lehman sagte in einer Telefonkonferenz, dass im vierten Quartal von leicht höheren Umsätzen auszugehen sei. Im Hinblick auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in neue Informationstechnologien gab er allerdings ein gemischtes Bild ab. "Es gibt eine stärkere Aktivität", sagte er. "Die große Frage ist, ob sich diese Aktivität auch in Bestellungen überträgt. Dies bleibt abzuwarten", fügte Lehman hinzu. Sun sehe keinen massiven Anstieg der IT-Investitionen.

Nach wie vor rechne Sun damit, in dem im Juni endenden Quartal wieder in die Gewinnzone zurückzukehren, sagte Lehman "Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld verbessert Sun seine Finanzpositionen, während weiter in Produktentwicklung und Kernkompetenzen investiert wird, um den langfristigen Wachstumstrend des Unternehmens zu sichern", sagte Lehman. In den nächsten sechs bis neun Monaten würden bei stärkerer Kostenkontrolle rund 1000 Stellen abgebaut. Zudem sei im laufenden Quartal mit einer moderaten Verbesserung der Bruttomarge zu rechnen, verglichen mit dem jetzigen Niveau von mehr als 40 Prozent.

Positive Zeichen

Analysten werteten das Wachstum der Bruttomarge als positives Zeichen. "Einer der Schwachpunkte bei Sun ist, dass sie nie in der Lage waren, ihre Bruttomargen ausgleichen zu können...Und jetzt in diesem wettbewerbsintensiven Preisumfeld haben sie es geschafft, sie zu verbessern", sagte Daniel Kunstler, Analyst bei J.P. Morgan. Die Aktien von Sun fielen nachbörslich auf 8,16 Dollar, nachdem die Papiere bei 8,52 Dollar geschlossen hatten. Die an der Frankfurter Börse gehandelten Sun-Aktien stiegen hingegen in einem schwächeren Marktumfeld um 0,43 Prozent auf 9,30 Euro.

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