Quartalszahlen am Donnerstag
Post-Aktie bietet nur langfristig Potential

Für die Quartalszahlen der Deutschen Post am Donnerstag erwarten Analysten wenig Gutes. Bereits am Mittwochmorgen startete die Aktie Gelb mit Verlusten in den Handel.

ddp/vwd BERLIN. Experten sehen das abgelaufene dritte Quartal als das schwächste in diesem Jahr. Bei Umsatz und Gewinn erwarten sie für die traditionell weniger starken Monate Juli bis September daher weitere Rückgänge gegenüber den Vorquartalen. Dennoch sehen die meisten Analysten langfristig Potenzial in der Aktie.

Der Kurs der Aktie Gelb, die im vergangenen November zu einem Emissionspreis von 21 Euro an die Börse ging, notiert derzeit bei rund 16 Euro. Nach den Milzbrandwarnungen in Deutschland in der vergangenen Woche war das Papier massiv unter Druck geraten. Nach der Entwarnung konnte der Kurs die Verluste allerdings teilweise wieder wettmachen. "Hier werden wir auch in Zukunft immer wieder kurzfristig mit Auswirkungen auf die Aktie rechnen müssen", sagte Martina Jung vom Bankhaus Metzler. Jung sieht die Aktie dennoch als defensives, lohnendes Investment und empfiehlt den Titel zum "Kauf". Als Kursziel nennt sie 18 Euro. Rolf Geck von der WGZ-Bank bekräftigte im Vorfeld der Zahlen ebenfalls seine Einstufung "Outperformer". Gerlinde Gollasch von der Bankgesellschaft Berlin stuft den Wert hingegen auf "Halten".

Im Durchschnitt rechnen Experten mit einem Umsatz für das dritte Quartal von rund 8 Mrd. Euro (15,6 Mrd. DM) nach 8,2 Mrd. im zweiten und 8,6 Mrd. im ersten Quartal dieses Jahres. Beim Überschuss liegt der Durchschnitt der Schätzungen bei 217 Mill. Euro, nachdem der Konzern im zweiten Quartal einen Reingewinn von 511 Mill. Euro und von Januar bis März einen Überschuss von 539 Mill. Euro ausgewiesen hatte. Mit einer Gewinnwarnung rechnen Analysten nicht.

Die Deutsche Post World Net gliedert sich in die Bereiche Brief, Express, Logistik und Finanzdienstleistungen. Das Briefgeschäft stellt nach wie vor das Kerngeschäft dar und steuert rund die Hälfte zum Umsatz bei. Das einstige Staatsunternehmen profitiert hier noch vom so genannten Briefmonopol, das möglicherweise sogar noch bis 2009 bestehen bleibt. Dennoch will die Post den Umsatzanteil des Nichtbriefgeschäfts weiter erhöhen. Für das laufende Jahr rechnet der gelbe Riese mit einem Überschuss auf Vorjahresniveau, wobei der Umsatz weiter gesteigert werden soll.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%