Quartalszahlen
Apple: Zwei "enttäuschende aber profitable Quartale"

Der Computerhersteller hat die Prognosen verfehlt. Apple-Chief Executive Steve Jobs sagte nach Veröffentlichung der Quartalszahlen, dass das Unternehmen im zweiten Quartal 2001 wieder "auf Kurs sei".

vwd CUPERTINO. Apple Computer Inc., Cupertino, hat mit dem Ergebnis für das vierte Quartal die nach einer Gewinnwarnung bereits gesenkten Prognosen verfehlt. Vor ausserordentlichen Posten belief sich das Ergebnis je dilutierter Aktie auf 0,30 $, während die Prognosen zuletzt auf 0,31 $ lauteten. Der Umsatz betrug 1,87 Mrd $. Vor der Gewinnwarnung waren noch 0,45 $ erwartet worden und ein Umsatz von zwei Mrd $. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Gewinnziele nach unten genommen und vor einem enttäuschenden kommenden Quartal gewarnt, da man mit Umsatzeinbußen zu kämpfen habe. Im nachbörslichen Handel gaben Apple nach dem Kurssturz der vergangenenTage weiter kräftig nach auf 17,30 $ von 20,13 $ zum offiziellen Handelsende.

Apple-Chief Executive Steve Jobs sagte im Anschluss an die Bekanntgabe der Zahlen, Apple plane im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2001 wieder "auf Kurs" zu sein. "Apple wird zwei enttäuschende, aber profitable Quartale haben", sagte Jobs wörtlich gegenüber Analysten. Danach werde Apple wieder auf den Wachstumskurs der vorangegangenen beiden Jahre einschwenken, betonte er. Für das kommende Quartal hat Fred Anderson, Chief Financial Officer (CFO) von Apple, einen Umsatz von 1,6 Mrd $ in Aussicht gestellt, wobei man lediglich einen "leichten Gewinn anpeile. Für das im September 2001 endende Fiskaljahr nahm er die Umsatzprojektion auf 7,5 Mrd. von 8,0 Mrd $ zurück und beim Gewinn prognostizierte er 1,10 (1,25) $ je Aktie. Im abgelaufenen Fiskaljahr setzte Apple 7,983 Mrd $ um und verdiente 2,18 $ je Aktie.

Analyst Steven Fortuna von Merrill Lynch sagte zu den Zahlen: "Meiner Ansicht nach, sieht sich das Unternehmen derzeit mit größeren Problemen konfrontiert. Mir ist nicht klar, wie Apple aus sich seelbst heraus wieder zu alter Stärke finden kann." Anderson führte mehrere Faktoren für die enttäuschende Entwicklung an. Niedriger als erwartete Umsätze der Power Mac G4 Cube Computer hätten mit einem Umsatzverlust von 90 Mill. $ zu Buche geschlagen. Geringere Auslieferungen an Schulen hätten 60 Mill. $ dazu beigetragen. Einbußen von 30 Mill. $ hätten niedrigere Verkäufe der Power Mac G4 Desktops verursacht. Jobs merkte an, die Verbraucher hätten die G4 Cubes als zu teuer empfunden, worauf Apple nun mit Preisnachlässen von 300 USD reagiere. Zudem werde man gemeinsam mit Motorola an der Erhöhung der Taktfrequenzen der eigenen Profukte arbeiten, da diese als zu niedrig angesehen würden.

Das zukünftige Wachstum malte Jobs in rosigen Farben und kündigte eine "große Produktlinie für 2001 an .... die beste Produktlinie, die ich während meiner Karriere gesehen habe". Ein günstigerer G4 Cube dürfte beispielsweise im Frühling auf den Markt kommen, und zu Beginn des nächsten Jahres plane Apple die nächste Generation des Betriebssystems Mac OS X sowie mindestens zwei neue "bahnbrechende Anwendungsprogramme". Anderson fügte hinzu, Apple werde "immer wieder Aktien zurückzukaufen" und er rechne damit, dass die Auslieferungen ab dem zweiten Fiskalquartal 2001 quartalsweise um zehn Prozent ansteigen werden.

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