Quartalszahlen fallen deutlich besser als erwartet aus
SAP demonstriert Stärke

Das Walldorfer Softwarehaus SAP startet durch. Mit guten Zahlen fürs erste Quartal hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch die weiteren Aussichten stimmen zuversichtlich.

sgr/HB DÜSSELDORF. Die SAP AG hebt sich mit ihren gestern veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal 2001 von der allgemeinen Flaute in der High- Tech-Branche ab. In den ersten drei Monaten stieg das Konzernergebnis um 109 % auf 117 Mill. Euro. Der Umsatz legte um 29 % auf 1,5 Mrd. Euro zu. Vor allem der Ausblick auf ein Umsatzplus von mehr als 23 % bis Ende September beflügelte den Kurs der SAP-Vorzugsaktie. Das Papier notierte an der Frankfurter Börse zeitweise über 167 Euro. Das entspricht einem Plus von mehr als acht Prozent gegenüber dem Vortag.

SAP

-Kurs legt deutlich zu

Vorstandssprecher Hasso Plattner bezeichnete das aktuelle Produktangebot von SAP in der Pressemitteilung als "breiter und funktional reicher als jemals zuvor". Vorstandskollege Henning Kagermann wies auf die internen Veränderungen hin: "Wir sind effizienter geworden, und unser Vertrieb ist nun besser gerüstet, um die Wettbewerbsvorteile unserer E-Business-Lösungen zu demonstrieren."

SAP steigert Produktumsatz um 27 %



Deshalb rechnet Kagermann auch damit, die operative Gewinnmarge in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres um ein bis zwei Prozentpunkte steigern zu können. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres betrug sie 14 %. In der operativen Marge sind die Aufwendungen für Akquisitionen und die Mitarbeiterbeteiligungsprogramme STAR und LTI nicht enthalten.

Im ersten Quartal steigerte SAP den Angaben zufolge den Produktumsatz um 27 % auf 943 Mill. Euro. Dabei stieg der Umsatz mit Softwarelizenzen um 24 % auf 458 Mill. Euro. Den höchsten Zuwachs erzielte das Unternehmen im Beratungsgeschäft: Es wuchs um 38 % auf 458 Mill. Euro. Dagegen stiegen die Schulungserlöse nur noch um 15 % auf 109 Mill. Euro.

Ende März beschäftigte SAP 25 218 Menschen. Das waren 14 % mehr als ein Jahr zuvor. Trotz des unsicheren konjunkturellen Umfeldes und der Probleme der High-Tech-Branche hat SAP seit Anfang des Jahres mehr als 1 000 neue Beschäftigte eingestellt, während viele Konkurrenten Stellen abbauten.

Erstmalig veröffentlichte SAP Umsatzzahlen nach Softwarelösungen. Danach setzte das Unternehmen mit MySAP CRM (Customer Relationship Management) im ersten Quartal 67 Mill. Euro und mit MySAP SCM (Supply Chain Management) 103 Mill. Euro um.

Analysten sagten, die Zahlen von SAP seien eine positive Überraschung. "Das war spürbar besser als erwartet", erklärte Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck. Andere Analysten wie Alla Gorelova vom Bankhaus Sal. Oppenheim wiesen mit Blick auf die Prognose von SAP auf die Gewinnwarnungen der Konkurrenten hin. "Besonders, wenn man es mit der Konkurrenz vergleicht, sieht SAP zurzeit besser aus", sagte sie. Merck - Finck-Analyst Kitz ergänzte: "SAP ist aus meiner Sicht im Moment das einzige High-Tech-Unternehmen, das steigende Margen ankündigt."

Analyst Michael Bahlmann vom Hamburger Bankhaus M.M. Warburg & Co wertet die über das erste Halbjahr hinaus formulierten Wachstumsziele als "Zeichen der Stärke für SAP".

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