Quartalszahlen
RWE steigerte Ergebnis leicht und Umsatz kräftig

Der Umsatz des Essener Energiekonzerns sei um 25,6 % auf 12,7 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Morgen mit.

Reuters ESSEN. Der Energiekonzern RWE AG hat sein Betriebsergebnis im ersten Quartal 2000/01 um 6,7 % auf 605 Mill. Euro gesteigert und den Umsatz um 25,6 % auf 12,7 Mrd. Euro erhöht. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Unternehmensbereich Mineralöl und Chemie, teilte RWE am Dienstag in Essen mit. Die gute Entwicklung des Raffineriegeschäfts habe Einbußen in der Energiesparte mehr als ausgeglichen. Das ausgewiesene Ergebnis liegt etwa im Rahmen der Schätzungen von Analysten, die in einer Reuters-Umfrage im Mittel ein Betriebsergebnis von 599 Mill. Euro erwartet hatten. RWE bekräftigte die Prognose, im Gesamtjahr ein mindestens auf Vorjahreshöhe liegendes Ergebnis zu erzielen.



Aktie reagiert auf die Zahlen positiv

Die Börse reagierte auf den Quartalsbericht mit steigenden Kursen. Kurz nach Handelsbeginn verzeichnete die RWE-Aktie im Xetra-Handel mit 46,50 Euro ein Plus von gut einem Prozent. Im Geschäftsfeld Energie hat Deutschlands größter Stromversorger den Angaben zufolge noch unter den Nachwirkungen der Strompreissenkungen aus dem vorigen Jahr zu leiden gehabt. Das Ausmaß der Belastungen sei aber geringer als in den vergangenen Quartalen, hieß es im Zwischenbericht. Infolge der Liberalisierung des deutschen Strommarktes waren die Preise 1999 um bis zu 40 % zurückgegangen. Als weiterer Grund für ein gedämpftes Energie-Ergebnis wurde die Entkonsolidierung der Laubag genannt. Mit der Trennung von dem ostdeutschen Braunkohleproduzenten erfüllte RWE eine Auflage des Kartellamts im Zuge seiner Fusion mit der VEW AG.

Das "deutlich verbesserte Ergebnis" im Mineralölgeschäft dürfte nach Einschätzung von Finanzanalysten vor allem auf höhere Margen im Raffineriegeschäft infolge der kräftig gestiegenen Ölpreise zurückzuführen sein. RWE gab zu diesem Ergebnisanstieg keine weitere Begründung. Das Nettoergebnis ging den Angaben zufolge um 5,3 % auf 250 (264) Mill. Euro zurück. Im Vorjahresquartal sei diese Kennziffer unter anderem durch den Gewinn aus dem Verkauf der TV-Kabelgesellschaft TeleColumbus sehr hoch gewesen, hieß es. Zum Ende des ersten Quartals am 30. September beschäftigte RWE weltweit 143 806 Mitarbeiter, 5,5 % weniger als Ende Juni. In den Zahlen des am 1. Juli begonnenen ersten Quartals ist die VEW noch nicht berücksichtigt. Beide Unternehmen haben ihre Geschäfte zum 1. Oktober zusammen gelegt. Rechtlich wirksam wird die Fusion der beiden Ruhrgebietskonzerne aber erst mit der Eintragung der RWE (neu) ins Handelsregister. Sie soll unmittelbar nach der letzten ordentlichen Hauptversammlung der RWE (alt) am kommenden Donnerstag vollzogen werden.

RWE - Intraday-Chart

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%