Quartalszahlen von IBM und Intel erwartet
Wall Street zeigt sich uneinheitlich

Die Wall Street eröffnete unentschlossen. Eine halbe Stunde nach Handelsstart notieren Amerikas wichtigsten Börsenindizes uneinheitlich. Die für morgen angekündigte Veröffentlichung der Beige Books und der Verbraucherpreise dürften die Märkte heute in ihrem Bann halten. Kursverluste bei Qualcomm, Veritas Software und Microsoft drücken den Nasdaq leicht ins Minus. Den Dow Jones Index kosten die Kursverluste der Citigroup Punkte. Das Börsenbarometer notiert jedoch leicht in der Gewinnzone.

NEW YORK. Für Spannung dürften dagegen die Quartalszahlen von Intel und IBM sorgen, die nachbörslich bekannt gegeben werden sollen. Analysten erwarten für Intel einen Gewinn von 38 Cents pro Aktie. Investoren glauben nun, dass Intel die Prognosen erfüllen kann. Darüber hinaus will der Chiphersteller Xircom, einen Hersteller von Modems und Netzwerkzubehör, übernehmen. Nach eigenen Angaben verhandeln die Unternehmen über ein Übernahmeangebot von 748 Millionen Dollar oder 25 Dollar pro Aktie. Intel könnte durch die Akquisition seine Produktpalette im Bereich Mobilfunk ausbauen. Die Aktie von Intel notiert rund 1,6 Prozent im Plus, die Aktie von Xircom legt sogar 36 Prozent an Wert zu.

Dagegen notiert IBM zur Stunde im Minus. Analysten und Investoren hoffen, dass der Computerhersteller gute Ergebnisse melden wird. Interessant bleibt allerdings, ob IBM einen positiven Ausblick für das kommende Halbjahr geben kann.

Leicht in der Verlustzone notiert auch Motorola. Der Wert gehörte in den frühen Handelsstunden zu den meistgehandelten Aktien. Der Mobilfunkkonzern wird 2 500 Mitarbeiter entlassen und zwei Fabriken in Illinois schließen. Die Kündigungen gehören zu den Einsparungen, die der Mobiltelefonhersteller vornehmen muss, um dem schwachen Halbjahr vorzubeugen, dass dem Technologie-Unternehmen bevorsteht. Auch Mitarbeiter von 3Com bleiben auf Grund von schwachen Prognosen nicht vor Kündigungen gefeit. Das Mutterunternehmen von Palm will bis zu 225 Millionen Dollar durch Personalabbau einsparen.

Unter Druck geraten heute die Ölwerte. Exxon und Schlumberger verlieren bereits vorbörslich an Wert. Goldman Sachs belastet den Sektor. Die Analysten erwarten trotz der bevorstehenden Drosselung der Ölfördermengen einen Rückgang des Ölpreises auf 20 Dollar pro Barrel. Ob die Senkung der Fördermengen den Ölpreis stützen kann, hängt von den Konjunkturaussichten in den USA und Asien ab. Und die sind bekanntlich zur Zeit eher nicht zu rosig. Doch ein moderater Ölpreis erhöht gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Konjunkturerholung und Unternehmen, die sehr stark von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig sind, könnten profitieren.

Die Liste der Dow-Verlierer führt die Citigroup an. Im vierten Quartal stieg der Gewinn des Finanz-Dienstleisters im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Mit einem Gewinn von 65 Cents pro Aktie konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten erfüllen. Das weltweite Kundengeschäft konnte um 25 Prozent gesteigert werden. Doch die Anleger sind nicht zu erfreut, denn die Prognosen für die künftigen Quartale trüben die Stimmung. Ebenfalls im Minus notiert die Aktie von Bank of America. Das Finanzinstitut verfehlte die Konsensschätzungen der Analysten um einen Cent. Mit einem Gewinn von 85 Cents pro Aktie hat sie jedoch zumindest die unternehmensinternen Prognosen erfüllt.

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