Quartalszahlen vorgelegt
Deutsche Börse übertrifft Analystenerwartung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen sei man zuversichtlich, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen, erklärte der Finanzvorstand des Unternehmens. Analysten bezeichneten dieses Ziel als durchaus realistisch.

Reuters FRANKFURT. Die Deutsche Börse AG hat im zweiten Quartal 2002 die Analystenerwartungen bei Umsatz und Ergebnis leicht übertroffen.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) bezifferte die Betreibergesellschaft der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) am Mittwoch nach Börsenschluss mit 80,0 Millionen Euro nach 70,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz habe sich in den Monaten April bis Juni auf 205,3 (Vorjahr: 182,9) Millionen Euro belaufen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 78,67 Millionen Euro und einem Umsatz von 202,36 Millionen Euro gerechnet.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen sei man zuversichtlich, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen, erklärte Finanzvorstand Mathias Hlubek. Angepeilt ist nach früheren Angaben ein Ebit von rund 300 Millionen Euro ohne Integrationseffekte nach der Übernahme des Wertpapierabwicklers Clearstream. Im ersten Halbjahr lag das Ebit den Angaben zufolge bei 167,4 Millionen Euro. Analysten bezeichneten dieses Ziel mit Blick auf die Quartalszahlen als durchaus realistisch.

Das Ergebnis im zweiten Quartal sei durch außerordentliche Aufwendungen für die Integration von Clearstream, den die Börse im ersten Halbjahr vollständig erworben hatte, mit 4,2 Millionen Euro belastet worden, hieß es weiter. Der Periodenüberschuss habe sich auf 59,3 (52,2) Millionen Euro belaufen. Im Bereich Xetra, in dem der Aktienhandel zusammengefasst ist, verbuchte das Unternehmen angesichts sinkender Umsätze an den Börsen einen deutlichen Ebit-Rückgang von 53 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Dagegen verzeichnete das Segment Information Products einen Steigerung des Vorsteuergewinns von 348 Prozent auf 13,9 Millionen Euro.

Die im MDax für mittelgroße Unternehmen vertretene Börse-Aktie ging am Mittwoch mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 39,48 Euro aus dem Handel.

Eurex-Ergebnis leicht rückläufig

Das Ebit des Segments Eurex war den Angaben zufolge durch Aufwendungen für Produktentwicklung belastet und belief sich auf 27,9 (28,2) Millionen Euro. Der Umsatz des Bereichs stieg dagegen um 17 Prozent auf 73,6 Millionen Euro. Der weltgrößte Terminmarkt Eurex - ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Schweizer Börse - ist seit langem eine wichtige Einnahmequelle für die Deutsche Börse AG, da sich in Zeiten fallender und extrem schwankungsanfälliger Aktienmärkte Derivate großer Nachfrage erfreuen. Im Berichtszeitraum verbuchte die 1998 gestartete Eurex einen Rekordumsatz von 182,6 Millionen Kontrakten. Auf Grund der Vertragsgestaltung mit der Schweizer Börse stehen der Deutschen Börse 80 Prozent der Eurex-Gewinne zu. Der starke Gewinnanstieg im Bereich Information Products wurde unter anderem mit einem Erlösanstieg im Ausland erklärt.

Clearstream-Ergebnis gestiegen

Der ab dem dritten Quartal konsolidierte Wertpapierabwickler Clearstream International hat den Angaben zufolge im zweiten Quartal einen Nachsteuergewinn von 19,8 (11,4) Millionen Euro eingebracht. Den starken Anstieg erklärte die Börse mit einem Kostensparprogramm. Die Börse hatte im ersten Halbjahr die ihr noch nicht gehörende Hälfte an dem Luxemburger Unternehmen erworben und dafür rund 1,6 Milliarden Euro gezahlt.

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