Queen Mum ist tot
Britische Pressestimmen zum Tod der Königinmutter

dpa LONDON. Britische Zeitungen kommentierten am Montag den Tod der Königinmutter so:

"The Times": "Sie war vor allem eine professionelle Königin, auch und vor allem in dem halben Jahrhundert seit dem Ende der eigenen Regentschaft. In dieser Rolle hatte sie etwas von einer Schauspielerin. Sie wusste, wann sie ein paar Kohlen nachlegen konnte und wann sie sich zurücknehmen musste, wie man das Drama der Erhabenheit aufrecht erhält und wie man die Stimmung durch ein kleines Drehen an der Schraube kontrollieren kann. (...) Wie sie selbst beim Tod ihres Mannes sagte: Man muss dankbar für das Gewesene sein und nicht verzweifelt über das Verlorene."

"The Guardian": "Wenn der Pomp vorbei ist und die Könige gegangen sind, dann wird dieses Land überlegen müssen, wie lange noch die Monarchie den Platz in unserem nationalen Leben einnehmen kann, den die Königinmutter mit so viel Kraft und so bemerkenswert ungeachtet der Zeitläufe verteidigte. Es ist kein Mangel an Respekt, diese Debatte jetzt zu beginnen."

"The Daily Telegraph": "Sie hat ein gutes Leben im doppelten Sinn des Wortes geführt, das trotz eines halben Jahrhunderts der Witwenschaft ein extrem glückliches war. Sie hat alles erreicht, was von ihr verlangt wurde. Es ist wirklich schwer, sich an etwas zu erinnern, was sie hätte besser machen können. (...) Während ihres Lebens hatte sie die unfehlbare Gabe, das Richtige zu tun und zu sagen. Dabei war sie nicht nur durch den eigenen guten Geschmack und ihre Freundlichkeit geleitet, sondern auch durch einen unerschütterlichen Glauben an größere Mächte als Fürstentümer."

"The Sun": "Die Geschichte wird zeigen, dass in den vergangenen Jahrhunderten wenig Mitglieder des Königshauses mehr für ihr Volk getan haben als Queen Mum. Sie war eines der erfolgreichsten Mitglieder der Königsfamilie in der Geschichte unseres Landes. Sie war vermutlich auch das beliebteste seit Victoria. Wir habe eine der großen Britinnen verloren."

"The Mirror": "In vielen Würdigungen heißt es, sie sei die letzte Überlebende einer Ära gewesen, in der die Monarchie noch etwas bedeutet habe. Aber vor allem war sie doch ein heilende, einigende Kraft in Zeiten von Krieg und Frieden. (...) Jetzt muss ihre Tochter Elizabeth es alleine schaffen. Mit der ganzen Unterstützung ihres Volkes."

"Daily Mail": "Kurz gesagt: Sie war der lebende Beweis für den Geist und den Charakter, der dieses Land groß gemacht hat. Und bis zu ihrem Ende haben ihre Präsenz und ihr Einfluss der Monarchie geholfen, trotz der Wechselfälle des Lebens weiterhin in den Herzen der Mehrheit der Bevölkerung einen festen Platz zu haben. (...) Mit dem Tod der Königinmutter endet ein Kapitel in der Geschichte unserer Institutionen."

"Daily Express": "Die Königinmutter repräsentierte Tradition, Pflicht, innere Stärke, Zurückhaltung und Selbstaufopferung - alles, was wir von einem Mitglied des Königshauses erwarten. In einer komplexen und modernen Zeit war sie eine Kraft der Einheit und hat Großbritannien in gemeinsamer Zuneigung und Respekt vereint. Deswegen betrauern wir sie heute."

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