Quellensteuer größtes Problem der deutschen Bewerbung
DEB lässt Kanada bei WM 2008 Vortritt

Am Freitag entscheidet der Internationale Eishockey-Verband (IIHF), in welchem Land die Weltmeisterschaften 2008 und 2009 statt finden. Der Deutsche Eishockey-Bund hat seine Bewerbung für das Jahr 2008 zurückgezogen.

HB PRAG. DEB-Generalsekretär Franz Reindl erklärte am Rande der WM in Tschechien, dass der DEB sich stattdessen auf die Bewerbung um die Ausrichtung der WM 2009 konzentrieren. Hier sind die Konkurrenten die Schweiz, Schweden, Finnland und Frankreich. Der DEB hat sich ursprünglich für beide Turniere als Ausrichter beworben. Reindl hatte aber bereits im Vorfeld betont: "Wenn die Kanadier die WM 2008 haben wollen, dann bekommen sie sie auch. Wir werden jedenfalls nicht gegen sie antreten."

Kanada war 1970 schon einmal als WM-Gastgeber in Montreal und Winnipeg vorgesehen gewesen, gab aber aufgrund von Streitigkeiten über die Amateurbestimmungen der IIHF die Ausrichtung zurück. Die bislang einzige WM in Nordamerika fand 1962 in Colorado Springs in den USA statt.

Für 2009 schätzte Reindl die Chancen bereits im Vorfeld besser ein. "Ich glaube, für 2009 haben wir gute Aussichten", sagte der DEB-Generaldirektor. Größtes Problem der deutschen Bewerbung ist die Quellensteuer. "Wenn wir keine Freistellung bekommen, haben wir keine Chance", sagt Reindl. Derzeit führen das DEB-Präsidium zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, Gespräche mit dem Bundesfinanzministerium. "Das Gesetz sieht eine Ausnahmeregelung vor, wenn ein volkswirtschaftlicher Nutzen nachgewiesen ist", sagt Reindl. Dieser Nutzen sei immens: Bei der letzten Heim-WM 2001, so eine Studie der Universität Osnabrück, habe er 100 Mill. ? betragen.

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