Quellensteuer voll verrechenbar
Auslandsaktien als Steuerfavorit

Die Zahl der Anleger in Deutschland, die in spekulative Auslandsaktien investieren wollen, nimmt eher zu als ab. In jüngster Zeit ist dieses Interesse gerade durch Überlegungen zur veränderten Altersvorsorge begründet.

ddp-vwd BERLIN. Der Hauptgrund: Auslandsaktien sind steuerlich sehr attraktiv. Während Anleihen, Rentenfonds oder Indexaktien in diesem Jahr steuerlich zu den Verlieren zählen, entpuppen sich Auslandsaktien immer stärker als Favoriten, da jenseits der deutschen Grenzen meist keine Quellensteuer gezahlt werden muss. Es ist auch bedeutungslos, in welchem Land die Depotbank ihren Sitz hat.

Da die Steuerreform bereits in diesem Jahr voll auf den privaten Anleger durchschlägt, ergeben sich halbierte Abgaben für Aktionäre und schlechtere Möglichkeiten für Anleihenbesitzer. Deshalb ist eine günstige steuerliche Anlagenstrategie hilfreich, um nicht den Großteil der zu erwartenden Rendite ans Finanzamt zu verschenken.

Für den Anleger gibt es einige markante Anreize, ausländische Werte ins Visier zu nehmen. Sie liegen unter anderem darin, dass er die Besteuerung zu 50 Prozent schon rückwirkend für die Steuererklärung 2001 nutzen kann. Zudem ist ein Freistellungsauftrag für Dividenden, die ausländische Gesellschaften zahlen, nicht nötig. Weiter vorteilhaft: Die Quellensteuer auf die Auslandsaktie darf wie bisher in voller Höhe mit der verminderten Steuerschuld in Deutschland verrechnet werden. Sie ist alternativ als Werbungskosten ansetzbar. In diesem Fall sind 100 Prozent Quellensteuer von 50 Prozent Dividende abzuziehen. Das hat zur Folge, dass die Abgaben sinken oder Kapitaleinkünfte sogar unter die Freibeträge gedrückt werden. Ein Wermutstropfen aber bleibt: Das Spekulationsminus mit ausländischen Werten wirkt sich bereits 2001 nur noch zur Hälfte aus.

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