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«Quick Nick» droht Karriereknick bei Jordan

Monte Carlo (dpa) - Knüppeldick ist es für «Quick Nick» bislang gekommen. Statt sich im Jordan-Ford durch gute Leistungen für ein gutklassiges Team empfehlen zu können, krebst der Formel-1-Pilot aus Mönchengladbach im Training und Rennen ganz hinten herum.

Vor dem Großen Preis von Monaco steht Nick Heidfeld als 20. sogar abgeschlagen auf dem letzten Platz der Fahrer-Wertung. «Die Situation ist nicht einfach, aber das belastet mich nicht», versicherte er in Monte Carlo tapfer. «Ich bin nicht frustriert.»

Illusionen, dass er mit dem immer weiter nach hinten rutschenden einstigen WM-würdigen Rennstall die ganz Großen attackieren könnte, hatte sich Heidfeld keine gemacht. Einen derartigen Einbruch hatte der 27 Jahre alte Rheinländer allerdings auch nicht für möglich gehalten. «Unser bisheriges Abschneiden ist enttäuschend», wies er auf die vier Ausfälle hin. Mal stoppte ihn eine kaputte Kupplung, dann das Getriebe, die Kraftübertragung und zuletzt in Barcelona ein Hydraulikproblem.

«Nur eine Zielankunft in fünf Grand Prix ist schon mager», sagte Heidfeld mit Blick auf seinen 15. Platz von Bahrain. «Es war klar, dass wir Probleme mit dem Speed haben. Aber ich hatte doch gehofft, von Saisonbeginn an Rennen beenden zu können.» Die schwarze Serie mit Jordan erinnert fatal an seine Grand-Prix-Premiere bei Prost, die von Pleiten, Pech und Pannen geprägt war. «Bei Prost lief es noch schlechter», wies Heidfeld die Behauptung zurück, er sei nun am Tiefpunkt angelangt.

Ein Karriereknick droht «Quick Nick» bei Jordan dennoch. Das Cockpit scheint für den früheren Formel-3000-Meister eher zum Schleudersitz aus als zum erhofften Sprungbrett in der «Königsklasse» zu werden. Sorgen, dass seine Formel-1-Laufbahn am Saisonende vorbei sein könnte, macht sich Heidfeld nicht. «Wir haben Kontakte zu verschiedenen Teams und führen Gespräche», erklärte er, dass sich sein Manager Werner Heinz nach Alternativen umschaue. «Ich weiß aber nicht, wie bald sich da etwas entscheidet.» Er blicke einfach in die Zukunft und hole das Beste aus sich heraus.

Eine gute Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen, bietet sich Heidfeld in Monte Carlo. «Hier kommt es mehr auf den Fahrer an», sagte er in der Hoffnung, im Häuserdschungel seine Fähigkeiten voll zur Geltung bringen zu können. Sollte es, wie prognostiziert, im Rennen regnen und wieder viele Ausfälle geben, könnte Heidfeld mit einer «Punktlandung» sogar eine kleine Überraschung gelingen.

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