Quote beträgt 46 Prozent
Gold-Zack verlängert Sonderwandlungsfrist für Anleihe

Das finanziell stark angeschlagene Beteiligungsunternehmen Gold-Zack hat die Sonderwandlungsfrist für seine Wandelanleihe im Volumen von 111,5 Mill. Euro bis zum 10. Dezember verlängert.

Reuters FRANKFURT. Am Montag habe die Wandlungsquote bei 46 Prozent und damit unter der von Gold-Zack angestrebten Mindestquote von 50 Prozent gelegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Am späten Montagabend hätten Verhandlungen mit einigen Anleihegläubigern nicht abgeschlossen werden können, die aber ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Wandlung ausdrücklich erklärt hätten.

Die ursprüngliche Frist zur vorzeitigen Wandlung der bis 2005 laufenden Anleihe war am Montag abgelaufen. Ein Erfolg der vorzeitigen Wandlung war von Gold-Zack mehrfach als wesentliche Voraussetzung für das Überleben des Unternehmens bezeichnet worden. Mit der Verlängerung der Frist bis in den Dezember hinein, wolle Gold-Zack unter anderem auch noch Inhaber kleinerer Anleiheanteile erreichen, die bislang unentschlossen gewesen seien, sagte ein Sprecher.

"Wir wollen die bekannte 50-Prozent-Marke deutlich übertreffen, denn wir brauchen eine spürbare Entlastung beim Zinsaufwand und eine nachhaltige Eigenkapitalbasis", teilte der Vorstandsvorsitzende Dietrich Walther mit. Gold-Zack will mit der vorgezogenen Wandlung der siebenprozentigen Anleihe in neue Aktien seine Eigenkapitalbasis stärken und wegen der angespannten Liquiditätssituation im Dezember fällige Zinszahlungen auf die Anleihe reduzieren.

Diskussion um die Haftungsverpflichtung

Eine Wandlungsquote von mindestens 50 Prozent ist für das Unternehmen auch noch aus einem weiteren Grund von existenzieller Bedeutung: Das Erreichen dieses Wertes ist die Voraussetzung für einen Vergleich mit dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) hinsichtlich einer Haftung des ehemaligen Großaktionärs Gold-Zack für die inzwischen insolvente Gontard & Metallbank. Der BdB geht von einer Haftungsverpflichtung aus, was für Gold-Zack die Notwendigkeit von Rückstellungen in existenzgefährdender Höhe bedeuten könnte. Zwar hat sich das Unternehmen mit dem BdB auf einen Vergleich geeinigt, demzufolge Gold-Zack je nach wirtschaftlicher Situation über drei Jahre verteilt mit maximal 15 Millionen Euro haftet. Allerdings will der BdB dem Kompromiss nur zustimmen, wenn 50 Prozent der Wandelanleihe vorzeitig in Aktien getauscht werden und damit die Eigenkapitalbasis verbessert wird.

Der Insolvenzverwalter der Gontard & Metallbank hatte Ende vergangener Woche mitgeteilt, dass sich die Bank mit dem noch in ihrem Besitz befindlichen Anteil an der Sonderwandlung der Gold-Zack-Anleihe teilnehmen werde.

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