Quote lag 2001 bei 4,19 Prozent
Trend zum niedrigen Krankenstand hält an

Der Krankenstand in Deutschland sinkt weiter: Im vergangenen Jahr waren nach vorläufigen Berechnungen pro Arbeitstag durchschnittlich 4,19 Prozent der Beschäftigten krank gemeldet - 4,18 Prozent in West- und 4,26 Prozent in Ostdeutschland.

ap BERLIN. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag weiter mitteilte, war dies der zweitniedrigste Wert der letzten 27 Jahre. Nur 1998 war demnach bundesweit ein niedrigerer Krankenstand von 4,13 Prozent registriert worden, 1997 waren es ebenfalls 4,19 Prozent. 1999 und 2000 wurden dagegen die höheren Werte von 4,27 und 4,22 Prozent verzeichnet. Die Zahlen basieren auf den Meldungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Leiter des Wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinen Ortskrankenkassen, Christian Vetter, erklärte auf AP-Anfrage, der Trend zu niedrigen Krankmeldungen sei in den letzten Jahren ungebrochen gewesen. Dies sei zum Teil auf das konjunkturelle Klima zurückzuführen. Viele Beschäftigte blieben aus Angst um ihren Arbeitsplatz auch bei gesundheitlichen Beschwerden nicht zu Hause.

Aber auch strukturelle Faktoren sind laut Vetter ausschlaggebend. So hätten immer mehr Unternehmen ihre Belegschaft verjüngt, und jüngere Arbeitnehmer würden erfahrungsgemäß seltener krank. Zugleich zeigten innerbetriebliche Schritte zum Arbeits- und Gesundheitsschutz positive Wirkung, etwa ergonomisch optimale Arbeitsplätze und Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas.

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