Rabenschwarzer Tag für T-Online
Neuer Markt rutscht ins Minus

Die Wachstumswerte am Fankfurter Neuen Markt haben am Mittwoch den Anlegern in einem lustlosen Handel keine nachweihnachtliche Bescherung gegönnt.

dpa-AFX FRANKFURT. Zwar zogen die Kurse im frühen Handel an, drehten dann aber wieder ins Minus. Am Ende verbuchte der NEMAX 50 einen Verlust von 1,20 % auf 2.775,84 Zähler. Der alle Werte umfassende NEMAX All-Share rutschte um 1,49 % auf 2.679,97 Punkte ab.

"Wir bewegen uns im Rückwärtsgang", sagte Albert Rapp, Händler bei Trinkaus & Burkhardt. Der Neue Markt schiele weiterhin Richtung New York. Dort hatte bereits am Dienstag der Handel wieder begonnen und die "große Schwester" des Neuen Marktes, die NASDAQ, hatte erneut mit leichten Verlusten geschlossen. Erst als der NASDAQ-Composite am Mittwoch nach Startschwierigkeiten leichte Gewinne verbuchte, reduzierte sich auch der Verlust des Neuen Marktes.

T-Online erwischte rabenschwarzen Tag

Ansonsten sei der Handelstag wie erwartet von recht geringen Umsätzen und mangelnden Impulsen geprägt gewesen, sagte der Experte. Lediglich Einzelbewegungen hätten den Markt geprägt. Anleger hätten "keine Kaufneigung", sondern vielmehr eine "Verkaufsneigung" gezeigt. Da könnten dann auch kleine Verkäufe in Anbetracht der geringen Umsätze zu deutlichen Kursverlusten führen.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte T-Online. Die Telekom-Tochter rutschte um 5,39 % auf 12,47 Euro ab. Gegen Mittag lag der Kurs sogar nur bei 12,30 Euro, ein neues Allzeittief. Das Jahrestief lag bei diesem Titel bisher bei 12,67 Euro. Nachrichtliche Gründe gebe es dafür nicht, sagte ein Händler. Vielmehr werde der Kurs von börsentechnisch bedingten Verkäufen institutioneller Anleger belastet.

Auch beim schwer angeschlagenen einstigen Anlegerliebling EM.TV kam an diesem Tag Katerstimmung auf. Mit 5,25 Euro verbuchte der Kurs um Punkt 16.25 Uhr ein neues Jahrestief (bisher bei 5,50 Euro). Am Ende büßte die Aktie 7,60 % auf 5,35 Euro ein. Nach dem angekündigten Weggang von Vorstand Ulrich Goebel bestätigte die Münchner Staatsanwaltschaft auf Anfrage von dpa-AFX auch die Durchsuchung des Firmensitzes des Filmlizenzhändlers. Dabei seien Unterlagen sichergestellt und auch einige Personen vernommen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Insiderhandel.

Verfrühte Silversterstimmung dagegen bei der Helkon Media AG. Die Aktie legte um 49,00 % auf 14,90 Euro zu. Das Unternehmen hatte am Morgen seine Geschäftszahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 vorgelegt. Danach hat Helkon Media vom 1.August bis 31.Oktober 2000 seinen Umsatz um 370% auf 57,9 Mill. DM gesteigert. Im Vorjahr hat der Umsatz im Vergleichszeitraum bei 12,3 Mill. DM gelegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im selben Zeitraum auf 4,3 Mill. DM nach einem Minus von 2,5 Mill. DM im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Insgesamt präsentierte das Unternehmen Zahlen, die vom Markt entsprechend positiv aufgenommen wurden.

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