Radikaler Politiker der Likud-Partei weist Angebot zurück
Scharon will nicht mit Barak regieren

Reuters JERUSALEM. Nach dem Nahost-Gipfel in Scharm el Scheich hat sich der Chef der israelischen Oppositionspartei Likud, Ariel Scharon, gegen die Beteiligung an einer Regierung des nationalen Notstands ausgesprochen. Ministerpräsident Ehud Barak habe bei dem Gipfeltreffen keine Garantien erhalten, dass die islamischen Extremisten verhaftet und die Fatah-Fraktion von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat entwaffnet würde, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichen Erklärung Scharons. Außerdem habe Barak beim Gipfel signalisiert, den Friedensprozess mit den Palästinensern fortsetzen zu wollen.

Barak hatte nach seiner Rückkehr aus dem ägyptischen Scharm el Scheich seinen Wunsch nach Bildung einer Koalitionsregierung mit der Likud-Partei wegen der seit Wochen anhaltenden Unruhen erneuert. Nach Ansicht der Likud-Opposition sind die Zugeständnisse, die Barak den Palästinensern beim Friedensgipfel in Camp David im Juli gemacht hat, Ursache für die jüngsten Unruhen. Die Palästinenser dagegen werfen Scharon vor, durch seinen als Provokation empfundenen Besuch auf dem Jerusalemer Tempelberg Auslöser der Gewalt gewesen zu sein.

Nach den fast dreiwöchigen Auseinandersetzungen mit mehr als hundert Toten hatten Israel und die Palästinenser am Dienstag in Scharm el Scheich ein Ende der Gewalt zugesagt. US-Präsident Bill Clinton verlas eine Erklärung, auf die sich Barak und Arafat geeinigt hatten.

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