Radprofi setzt Prioritäten
Armstrong nicht zu Olympia

Lance Armstrong hat sich entgegen jeglicher Hoffnungen gegen eine Teilnahme an den olympischen Spielen in Athen entschieden. Er zieht seine Familie dem Olympia-Gold vor. "Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen: Ich sollte nicht einmal "wahrscheinlich nicht" sagen - ich sollte "nein" sagen", erklärte der Radprofi am Donnerstag nach der 5. Etappe der Frankreich-Rundfahrt.

HB ANGERS. "Ich habe dafür keine Motivation und will nach der Tour mit meinen Kindern zusammen sein. Nach der Tour fliege ich nach Hause", kündigte der 32-Jährige den Verzicht auf seine vierte Olympia-Teilnahme an. "Ich war ein paar Mal bei Olympia, und wenn ich nicht mehr 100 Prozent Motivation für ein solch herausragendes Ereignis mitbringe, dann möchte ich auch keinem anderen den Startplatz wegnehmen", meinte der Texaner, der seit dem vergangenem Jahr von seiner Ehefrau und seinen drei Kindern getrennt lebt.

Armstrong nahm bisher in Barcelona, Atlanta und Sydney an drei Olympischen Spielen teil, ohne jemals Gold geholt zu haben. In Sydney wurde er im Straßenrennen von Jan Ullrich geschlagen und musste mit Rang 13 zufrieden sein. Beim Zeitfahren blieb ihm 2000 nur Bronze. "Ich habe die offizielle Absage noch nicht. Sollte Lance nicht starten, wäre das für uns eine große Enttäuschung", sagte am Freitag der amerikanische Nationaltrainer Sean Petty.

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