Radsport Olympia
Maximilian Levy wahrt Medaillenchancen

Bahnradfahrer Maximilian Levy steht im Halbfinale des Sprintwettbewerbs und darf weiter von einer Medaille Träumen. Im Viertelfinale bezwang er Teun Mulder aus den Niederlanden. Der frühere Junioren-Weltmeister trifft nun auf den Briten Jason Kenny.

Bei den britischen Bahnrad-Festspielen in Peking darf sich Maximilian Levy Hoffnungen auf seine zweite olympische Medaille machen. Der frühere Junioren-Weltmeister hat bei den Bahnrad-Wettbewerben im Laoshan Velodrome überraschend das Halbfinale in der Königsdisziplin Sprint erreicht und kämpft damit nach seinem dritten Platz im Teamsprint um weiteres Edelmetall. Unterdessen hat Großbritannien seinen Goldrausch unvermindert fortgesetzt und durch den Bahn-Vierer, der im Endlauf in 3:53,314 Minuten erneut Weltrekord fuhr, bereits den fünften Triumph erzielt.

Hinter den Briten geben aber die deutschen Bahnradstars ein gutes Bild ab. Levy setzte sich im Sprint-Viertelfinale gegen den Niederländer Teun Mulder klar in zwei Läufen durch und trifft nun im Halbfinale auf den Briten Jason Kenny. Topfavorit auf Gold bleibt aber "the flying Scotsman" Chris Hoy, der auf den Franzosen Mickael Bourgain trifft.

"Beim größten Radrennen der Welt unter den besten Vier zu sein, ist ein Traum. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht. Das muss ich erstmal genießen", sagte Levy nach seiner Gala-Vorstellung und ergänzte mit Blick auf das Duell gegen Kenny: "Nach vier Tagen ist bei den anderen der Akku genauso leer. Ich bin überrascht, wie stark Kenny ist. Im letzten Jahr waren wir noch auf einem Level. Da habe ich knapp verloren, ich hoffe diesmal läuft es andersherum."

Bundestrainer wenig optimistisch

Bundestrainer Detlef Uibel ist dagegen nicht allzu optimistisch: "Das wird schon sehr schwer, die Briten haben eine unglaubliche Leistungsexplosion geschafft. Im Rennen um Platz drei hat Maximilian aber auf alle Fälle Chancen. Da entscheidet die Tagesform. Er hat sich hier gut verkauft."

Levy, der nach einem Jahr mit vielen Verletzungen rechtzeitig zu Olympia in Topform ist, kämpfte sich Runde für Runde durch den Wettbewerb. Als Sechster in der Sprint-Qualifikation hatte der Cottbuser bereits in der ersten Runde Mulder zum Gegner und gewann. Der Niederländer kam allerdings über den Hoffnungslauf weiter, schaltete im Achtelfinale Stefan Nimke (Schwerin), den zweiten deutschen Teilnehmer aus, und machte somit das Wiedersehen mit Levy perfekt.

Seinem "Lieblingsgegner" ließ Levy aber keine Chance. Damit winkt dem BDR die dritte Medaille im Radsport, nachdem die Teamsprinter um Levy Bronze und Roger Kluge im Punktefahren Silber geholt hatten.

Briten nicht zu toppen

Nicht zu toppen sind aber die Briten. Der Vierer in der Besetzung Bradley Wiggins, Ed Clancy, Paul Manning und Geraint Thomas ließ im Finale der 4 000-m-Mannschaftsverfolgung der vom früheren DDR-Erfolgscoach Heiko Salzwedel trainierten dänischen Auswahl (4:00,400) keine Chance. Die Dänen wurden fast eingeholt. Bronze ging an die Neuseeländer (3:57,776), die Australien (3:59, 006) besiegten. Auf Goldkurs ist auch die britische "Queen" Victoria Pendleton, die im Sprint-Halbfinale steht.

Den ersten Wettbewerb ohne eine britische Medaille gab es derweil im Punktefahren der Frauen. Marianne Vos aus den Niederlanden siegte mit 30 Zählern deutlich vor Yoanka Gonzalez aus Kuba (18) und der Spanierin Leire Olaberria (13). Verena Jooß aus Friesenheim, einzige deutsche Olympia-Starterin auf der Bahn, gab bereits nach 40 von 100 Runden auf.

© SID

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