Räikkönen im Pech
Ferrari auch in der Wüste das Maß der Dinge

Die ersten "Gehversuche" auf der brandneuen Rennstrecke in Bahrain brachten wenig Neues: Die Ferraris fuhren der Konkurrenz in den ersten beiden Freien Trainings wieder einmal auf und davon.

HB SAKHIR/BAHRAIN. Das erste Rendezvous mit der Wüste lief für Weltmeister Michael Schumacher also sehr vielversprechend. "Es war ein interessanter Start auf der Strecke. Mir gefällt es, hier zu fahren, und ich muss sagen, der Kurs ist anspruchsvoller als er aussieht. Es scheint so, dass das Wochenende eine Herausforderung wird", sagte der sechsmalige Formel-1-Weltmeister am Freitag nach dem ersten Freien Training auf der brandneuen Anlage in Sakhir in Bahrain, wo am Sonntag (13.30 Uhr MESZ/RTL und Premiere) der erste Grand Prix im Nahen Osten gestartet wird.

Zuvor war der Ferrari-Pilot auf Anhieb mit dem von allen Seiten hochgelobten, vom Aachener Architekten Hermann Tilke konzipierten 5,417-km-Kurs zurecht gekommen. Am Vormittag war der zweimalige Saisonsieger in 1:32,158 Minuten die schnellste Zeit in der ersten Übungseinheit gefahren. Sein Teamkollege Rubens Barrichello erzielte am Nachmittag in 1:31,450 Minuten die Tagesbestzeit vor Juan Pablo Montoya im Williams-BMW (1:31,451). Michael Schumacher wurde in 1:31,732 Minuten Vierter.

Die ersten Runden auf dem Wüstenkurs waren gekennzeichnet durch ungewöhnliche viele Dreher, Motorprobleme und drei spektakuläre Reifenplatzer. Am ärgsten erwischte es das in dieser Saison vom Pech verfolgte McLaren-Mercedes-Team. Nach nur einer Runde am Nachmittag musste Vizeweltmeister Kimi Räikkönen seinen Silberpfeil wegen Motorschadens abstellen. Das Triebwerk musste gewechselt werden, so dass der Finne in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten gesetzt wird. Teamkollege David Coulthard wurde von einem platten Hinterreifen sechs Minuten vor Ende der zweiten Ausfahrt gestoppt.

Auffällig war, dass ausschließlich Pneus der von Reifenhersteller Michelin ausgerüsteten Rennställe McLaren-Mercedes, BAR-Honda und Renault von Platzern heimgesucht wurden. "Wir müssen herausfinden, woran das liegt", sagte Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier. "Beunruhigt bin ich aber nicht."

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