Räumungsarbeiten kommen offenbar nur schrittweise voran
Bürgermeister: Hoffnung auf Lebensrettung wird nicht aufgegeben

New Yorks Bürgermeister Giuliani rief die New Yorker auf einer Pressekonferenz auf, "den schweren Schock zu überwinden" und so schnell wie möglich zu einem "normalen Leben" zurückzukehren. "Geht raus, unternehmt etwas, geht einkaufen, geht in Restaurants. Wir haben Millionen von Menschen hier, sie sind sicher", sagte er.

dpa NEW YORK. Nach dem Einsturz des World Trade Centers (WTC) suchten am Mittwoch Bergungstrupps unter Aufbietung aller Kräfte weiter nach Überlebenden in den Trümmermassen. "Wir geben die Hoffnung nicht auf", sagte New Yorks Bürgermeister Rudolph Giuliani auf einer Pressekonferenz. Insgesamt seien derzeit 18 große Räumungs- und Rettungsteams im Einsatz, fügte der Gouverneur des Staates New York, George Pataki, hinzu. Viele seien aus anderen Bundesstaaten der USA eingeflogen werden. Die Mannschaften verfügten über alle erforderlichen technischen Ausrüstungen.

Dennoch sind nach den Worten Giulianis bislang nur weniger als zehn Überlebende geborgen worden, unter ihnen zwei Polizisten. Zuvor hatte die Feuerwehr bekannt gegeben, bis zu 300 ihrer Männer beim Einsturz der WTC-Zwillingstürme am Dienstag verloren zu haben. Auch mehr als 80 Polizisten sollen dabei den Tod gefunden haben, offiziell gelten sie noch als vermisst.

Trotz Aufbietung aller Kräfte und schwerster Technik kommen die Räumungsarbeiten offenbar nur schrittweise voran. Zu gewaltig seien die Trümmermassen der beiden jeweils 110 Stockwerke hohen Wolkenkratzer, hieß es bei lokalen Fernsehsendern. Giuliani sagte, bis zum Vormittag seien 120 Lastwagenladungen mit Trümmermassen aus der Katastrophenzone abtransportiert worden. Er räumte ein, dass es sich vor allem Schuttmassen aus den Randzonen handelte, die den Zugang zu den verschütteten Menschen versperrten. Eine annähernde Zahl der Toten konnte der Bürgermeister nach wie vor nicht nennen, er verwies auf frühere Angaben, wonach wahrscheinlich tausende unter den Trümmern begraben sind.

An die Geschäftswelt appellierte Giuliani, den Wiederaufbau zu unterstützen und Vorbild zu sein. "Wir werden aus dieser Katastrophe gestärkt hervorgehen - emotional, politisch und auch ökonomisch."

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