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RAG-Chef Müller sieht steigende Strompreise nach MarktliberalisierungDPA-Datum: 2004-07-22 12:29:34

(dpa-AFX) Frankfurt - RAG-Chef Werner Müller erwartet nach der Liberalisierung des Strommarktes einen Anstieg der Preise: "Die Stromversorger dürfen zum ersten Mal rechtlich erlaubt mit der Knappheit der Ware Strom ein Geschäft machen - und man wird sehen, wie schnell Strom relativ knapp wird", sagte er dem Magazin "Euro".

(dpa-AFX) Frankfurt - RAG-Chef Werner Müller erwartet nach der Liberalisierung des Strommarktes einen Anstieg der Preise: "Die Stromversorger dürfen zum ersten Mal rechtlich erlaubt mit der Knappheit der Ware Strom ein Geschäft machen - und man wird sehen, wie schnell Strom relativ knapp wird", sagte er dem Magazin "Euro".

Kritik übte der frühere parteilose Wirtschaftsminister an der Kohlepolitik der Regierung: "Das, was im ersten Halbjahr an volkswirtschaftlichen Mehrkosten aufgetreten ist, entspricht dem Zwanzigfachen der früheren Versicherungsprämie, sprich dem Staatszuschuss zur Vollversorgung der Stahlindustrie."

Er sehe in der Kohlekrise auch eine Gefahr für den Standort Deutschland: "Wenn man so denkt, muss man auch akzeptieren, dass die Unternehmen in absehbarer Zeit dahin gehen, wo es Koks gibt." Den Beitrag des Steuerzahlers zur Kohleverstromung von rund zwei Milliarden Euro im Jahr sehe Müller als notwendigen Beitrag zur Versorgungssicherheit an. Dieser sei damit absolut "genau so hoch", aber wesentlich effektiver als die Unterstützung regenerativer Energien.

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