Rainbow-Zertifikate investieren in unterschiedliche Anlageklassen
Regenbogen statt Glaskugel

Vor einer Investment-Entscheidung schaut der Anleger auf historische Daten und Exposees: Performance, Volatilität, Analystenkommentare, Ratings. Was er am Ende hat, ist eine ganze Reihe von Hypothesen, die ihm aber nicht sagen, ob die gewünschte Performance tatsächlich eintritt. Denn wie die Märkte gelaufen sind, weiß man eben erst im Nachhinein. Anstatt in die Glaskugel zu schauen, kann sich der Anleger effizienterer Instrumente bedienen, will er Marktchancen nutzen, ohne rückwirkend feststellen zu müssen, dass er auf die falsche Anlageklasse gesetzt hat. Zu diesen Instrumenten zählen Rainbow-Zertifikate.

Der so genannte Rainbow-Effekt funktioniert folgendermaßen: Der Anleger kauft ein Zertifikat, das auf mehreren Anlageklassen basiert. Für die Bemessung der Performance wird am Ende der Laufzeit zum Beispiel nur die Vermögensklasse herangezogen, die sich am besten entwickelt hat. Mit anderen Worten: Der Anleger kauft die mit der Verteilung über mehrere Anlageklassen erzielbare Risikostreuung, partizipiert aber am Ende ausschließlich an der Anlageklasse, die rückwirkend am besten performte.

Chance auf hohe Renditen

Im Detail: Das Zertifikat investiert in Optionen auf die Entwicklung von drei unterschiedlichen Assets (Anlageklassen), deren Wertentwicklungen in der Vergangenheit nur geringem Maße miteinander korreliert haben - zum Beispiel Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Bezugspunkt sind dabei die Indizes der entsprechenden Vermögensklasse. An einer festgelegten Reihe von Beobachtungstagen wird der Stand der jeweiligen Indizes ermittelt.

Am Ende der Laufzeit wird die durchschnittliche Entwicklung der einzelnen Indizes errechnet. Für die Ermittlung des Rückzahlungsbetrages ist jedoch nur der höchste der drei Durchschnittswerte relevant. Dem Anleger bietet sich dadurch die Chance auf eine theoretisch unbegrenzte Rendite. Zugleich ist jedoch sein Risiko im Vergleich zu einem direkten Investment in die entsprechenden Indizes reduziert. Da nur die Anlageklasse mit der besten Durchschnittsperformance relevant ist, bleiben mögliche Verluste der beiden anderen Sektoren bei der Berechnung des Rückzahlungsbetrages unberücksichtigt.

Für den sicherheitsorientierten Anleger hält die Branche Alternativen bereit: Zertifikate mit Kapitalschutz zum Laufzeitende. Diese verfügen gegenüber den Zertifikaten ohne Kapitalschutz über eine entsprechend niedrigere Partizipation an der jeweiligen Wertentwicklung. Doch ganz gleich, ob der Anleger den Kapitalschutz wählt oder nicht, fest steht: Rainbow-Zertifikate bewahren den Anleger davor, attraktive Chancen zu verpassen.

Der Autor ist Produktmanager Zertifikate bei der Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA

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