Rakete soll ins Meer gestürzt sein
Ukraine dementiert erneut Fehlschuss auf Tupolew

Das ukrainische Militär hat erneut einen versehentlichen Abschuss des russischen Passagierflugzeugs über dem Schwarzen Meer dementiert. Die strittige Flugabwehrrakete S-200 sei allen Kontrollaufzeichnungen zufolge ins Meer gestürzt, bevor die Tupolew-154 mit bis zu 78 Menschen an Bord in der Luft explodierte.

dpa KIEW. Das bekräftigte der Kommandeur der ukrainischen Luftabwehrtruppen, Wladimir Tkatschow, am Montag in Kiew nach Angaben der Agentur Interfax.

Russische Rettungsmannschaften hatten an der Absturzstelle im östlichen Schwarzen Meer zwischen den Flugzeugtrümmern angeblich Teile einer "fremden Konstruktion" gefunden. Daraufhin verlangte Russland in scharfem Ton von der Ukraine weitere Informationen über das Übungsschießen auf der Halbinsel Krim am vergangenen Donnerstag.

"Wir sind äußerst interessiert an der Wahrheit, wie immer sie aussieht", sagte der ukrainische Präsident Leonid Kutschma, der Militärexperten zu den Ermittlungen in den russischen Küstenort Sotschi entsandte. Russische Behörden hatten auch einen technischen Fehler oder einen Anschlag nicht als Unglücksursache ausgeschlossen. Die meisten Passagiere auf dem Flug von Tel Aviv nach Nowosibirsk waren Israelis russischer Abstammung.

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