Rakete trifft Lagerhaus des Welternährungsprogramms
Fünf Tote nach Explosion im Süden Afghanistans

Bei einer Explosion in einem früheren Taliban-Waffendepot im Süden Afghanistans sind Raketen gezündet worden, von denen eine in ein Lagerhaus des Welternährungsprogramms einschlug.

WiWo/ap ISLAMABAD. Nach Behördenangaben aus dem benachbarten Pakistan wurden infolge der Explosion fünf Frauen getötet und mehr als 30 Menschen verletzt, darunter mindestens vier afghanische Soldaten. Der Zwischenfall ereignete sich am späten Donnerstagabend in der Grenzstadt Spinboldak rund 500 Kilometer südlich der afghanischen Hauptstadt Kabul.

Einwohner der nahe gelegenen Ortschaft Schaman auf der pakistanischen Seite der Grenze erklärten am Freitag, sie hätten laute Detonationen gehört und fast bis zum frühen Morgen Leuchtblitze am Himmel gesehen. Die in dem Waffenlager deponierten Raketen seien offenbar in alle Richtungen losgegangen. Dabei seien mehrere Gebäude in Spinboldak zerstört worden. Örtliche Behörden berichteten unter Berufung auf afghanische Beamte von fünf toten Frauen. Weitere Opfer würden unter den Trümmern vermutet.

Ein Vertreter des Welternährungsprogramm in Spinboldak, Chalid Mansur, sprach zunächst nur von sechs Verletzten in dem offenbar von einer Rakete getroffenen Gebäude der UN-Organisation. Bei dem Einschlag sei ein Großbrand ausgelöst worden. Zwei Schwerverletzte seien im benachbarten Pakistan in ein Krankenhaus eingeliefert worden, die übrigen vier seien zur Behandlung nach Kandahar gebracht worden.

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