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Ralf Schumacher: „Bei Michael hat es auch gedauert“

dpa: Sie haben die ersten Tests mit Toyota absolviert. Wie ist Ihr Eindruck von ihrem neuen Rennstall, nachdem Sie zuvor sechs Jahre für Williams gefahren sind?

dpa: Sie haben die ersten Tests mit Toyota absolviert. Wie ist Ihr Eindruck von ihrem neuen Rennstall, nachdem Sie zuvor sechs Jahre für Williams gefahren sind?

Ralf Schumacher: "Mein Eindruck ist eigentlich sehr positiv. Natürlich gibt es noch viele Dinge, die gemacht werden müssen. Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr positiv überrascht von der kompletten Truppe."

dpa: Sie sind mit Williams-BMW 2003 mit um den WM-Titel gefahren. Nun scheint es so, dass Sie in ihrem neuen Team erst einmal Aufbauarbeit leisten müssen. Wie gehen Sie damit um?

Ralf Schumacher: "Toyota ist ein Team, in dem ich aktiv mitarbeiten und Dinge gestalten kann. Das war natürlich auch die Herausforderung für mich. Man kann langfristig planen. Es ist insgesamt ein sehr junges Team. Logischerweise ergeben sich in diesem Prozess noch einige Sachen. Man lernt dazu, und so ist es jetzt auch. Es wird ein bisschen Zeit brauchen."

dpa: Der WM-Titel ist aber doch Ihr erklärtes Ziel. Welchen Zeitrahmen haben Sie sich dafür gesteckt?

Ralf Schumacher: "Das ist schwer zu beurteilen. In erster Linie hofft man, dass es sehr schnell geht, aber man muss auch realistisch bleiben. Ich hab' in den letzten sechs Jahren lernen müssen, wie es ist, wenn man sich viel vornimmt und dann doch an der Realität eigentlich scheitert. Nächstes Jahr sollte unser Ziel auf jeden Fall sein, Mitte der Saison um den einen oder anderen Podiumsplatz mitzufahren. Es wird insgesamt wohl ein Drei- bis Fünf-Jahres-Plan werden. Bei meinem Bruder Michael hat es auch fünf, sechs Jahre gedauert."

dpa: Apropos Michael. Wie schätzen Sie Ferrari in der kommenden Saison auch angesichts der erneuten Regeländerungen wie veränderter Aerodynamik und längerer Motorlaufzeit ein?

Ralf Schumacher: "Im Moment hat Ferrari so eine Überlegenheit. Die muss man erst 'mal knacken. Die Regeländerungen bedeuten aber für jeden große Herausforderungen, weil für alle etwas verloren geht und alle versuchen wollen, das wieder aufzuholen. Auch Ferrari wird sich schwer tun, wieder so ein gutes Auto zu bauen wie in dieser Saison. Dennoch sind Ferrari und Mclaren Mercedes die beiden Top-Teams."

dpa: Sie haben in Jarno Trulli auch einen neuen Teamkollegen. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Ralf Schumacher: "Jarno ist vom Typ her einfach ruhiger als Juan. Er konzentriert sich auf seinen Job und ist überhaupt nicht politisch aktiv. Er ist ein sehr angenehmer, aber auch verdammt schneller Teamkollege."

dpa: Er ist schnell, Sie haben schon oft bewiesen, dass Sie schnell fahren können. Wann kann das erst seit 2002 dazugehörige Team Toyota den ersten Grand-Prix-Sieg bejubeln?

Ralf Schumacher: "Daran mag ich im Moment noch gar nicht denken. Grundsätzlich war das Auto im letzten Jahr nicht so gut. Das zu ändern ist das Hauptthema für das nächste Jahr, ganz klar. Man muss schon ehrlich sagen, dass man einfach mehr Geduld mitbringen muss."

Jens Marx, dpa

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