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Ralf Schumacher: Fußball zur Frustbekämpfung

Montréal (dpa) - Ralf Schumacher hat nach der Disqualifikation beim Großen Preis von Kanada in Montréal seinen Humor wieder gefunden, seinem Team aber auch Vorwürfe gemacht.

Montréal (dpa) - Ralf Schumacher hat nach der Disqualifikation beim Großen Preis von Kanada in Montréal seinen Humor wieder gefunden, seinem Team aber auch Vorwürfe gemacht.

«Fehler sind zwar nur menschlich, dieser Fehler hätte uns aber nie und nimmer passieren dürfen», schrieb der Formel-1-Pilot auf seiner Internet-Homepage (www.Ralf-Schumacher.de). Gleichzeitig kündigte der Williams-BMW-Fahrer an, mit Golfspielen und TV-Fußball Ablenkung von seinen derzeitigen beruflichen Schwierigkeiten zu suchen.

Er wolle es sich «irgendwo in einer Kneipe mit Fernseher gemütlich machen und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Holland die Daumen drücken», erklärte Schumacher. Mit dem nächsten Rennen, dem Großen Preis der USA in Indianapolis, werde er sich dann beschäftigen, meinte er.

Die Williams-BMW-Piloten Schumacher und Juan Pablo Montoya waren beim Grand Prix in Montréal vier Stunden nach Rennende wegen einer nicht regelkonformen Bremsbelüftung disqualifiziert worden. Ralf Schumacher hatte dadurch Platz zwei, Montoya den fünften Rang verloren.

Nach der ersten großen Enttäuschung konnte der Deutsche mit einigem Abstand wieder Scherze über den Fehler seines Teams machen. Bei einer Marketing-Veranstaltung in Montréal sei er gefragt worden, wie er mit der Disqualifikation umgehe, berichtete Ralf auf seiner Homepage. «Na ja, hab' ich mit einem Grinsen geantwortet, ich hab' per Post sofort ein Lineal in die Williams- Fabrik in Grove geschickt, damit sie alles ordentlich nachmessen können. Das Gelächter bei den Gästen war groß!» Und für Indianapolis könne er zwar keinen Sieg versprechen, «was ich aber versprechen kann, ist, dass wir neue Lufteinlässe für die Bremskühlung haben werden. Humor ist, wenn man trotzdem lacht!»

Ralf Schumacher erklärte erstmals, warum er bereits bei der Siegerehrung einen so missmutigen Eindruck gemacht hatte, und berichtete dabei von einer weiteren Panne im Rennen. «Bei meinem zweiten Boxenstopp hat unsere Tankanlage gestreikt, und ich bekam um 11 kg zu wenig Sprit für meinen dritten Umlauf mit auf den Weg.» Dadurch sah er seine Chancen geschmälert, seinen führenden Bruder Michael noch abzufangen.

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