Archiv
Ralf Schumacher hofft auf baldiges Comeback

Hockenheim (dpa) - Ralf Schumacher will schnellstmöglich wieder ins Cockpit seines Rennwagens klettern. «Mein persönlicher Wunsch ist es, in Ungarn wieder dabei zu sein. Mal schauen, ob wir das hinkriegen», sagte der Formel-1-Pilot.

Hockenheim (dpa) - Ralf Schumacher will schnellstmöglich wieder ins Cockpit seines Rennwagens klettern. «Mein persönlicher Wunsch ist es, in Ungarn wieder dabei zu sein. Mal schauen, ob wir das hinkriegen», sagte der Formel-1-Pilot.

34 Tage nach dem Horror-Crash in den USA kehrte der Noch-Williams-BMW - Fahrer vor dem Großen Preis von Deutschland in den PS-Zirkus zurück. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem schweren Unfall von Indianapolis wollte der 29-Jährige in Hockenheim, der in der nächsten Saison für Toyota fahren wird, den endgültigen Zeitpunkt seines Comebacks aber nicht festlegen: «Die Entscheidung wird erst in zwei Wochen getroffen.»

Ralf Schumacher lächelte, scherzte und stellte fest: «Ich bin gekommen, um die eine oder andere Spekulation zu beenden.» Beim Gang durch das Fahrerlager machte der Patient eine gute Figur. «Ein paar Wehwehchen habe ich noch, aber ansonsten geht es mir eigentlich sehr gut», sagte er. Eigentlich ein Wunder, denn er war in Indianapolis mit 297,6 Stundenkilometern rückwärts in die Betonmauer gekracht, hatte sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen und zwei Brustwirbel gebrochen.

Den Ärzten in Indianapolis, die die Wirbelbrüche nicht erkannt hatten und das Unfallopfer nach Hause hatten fliegen lassen, droht kein Ungemach mehr. Die von seinem Manager Willi Weber angedrohte Klage ist laut Ralf Schumacher vom Tisch. «Uns ging es darum, dass so etwas nicht passiert und nicht wieder passiert. Um mehr nicht», sagte Ralf Schumacher.

Selbst nach dem bisher schwersten Crash in seiner Karriere hat er nicht im mindesten daran gedacht, den Helm an den Nagel zu hängen: «Wenn ich Angst hätte, würde ich aufhören. Das wäre kein Problem.» Obwohl Formel-1-Arzt Sid Watkins ihm nach dem zweiten schweren Unfall binnen zehn Monaten zu einer längeren Pause geraten hat, brennt er auf die Rückkehr. «Es wird mir langsam langweilig», sagte er.

Nach seinem Testunfall im August war Ralf Schumacher zu früh zurückgekehrt und musste beim Grand Prix in Monza nach dem Freitagstraining mit starken Kopfschmerzen wieder aufhören. Ähnliche Auswirkungen befürchtet er diesmal nicht. «Das Kopfproblem sollte nach dieser Zeit nicht mehr da sein. Es ist halt nur die Frage, wie stabil ist der Wirbel bei einem Unfall.»

So gut es geht, hält er sich zu Hause in Salzburg fit und wird rund um die Uhr betreut. «Gewisse Bewegungen lassen sich nicht ganz so leicht machen, die sind noch schmerzhaft», sagte Ralf Schumacher. Ein wenig Schonung brauche er schon noch, sagte er, ehe er seinen kurzen Auftritt in der Formel 1 beendete.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%