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Ralf Schumacher nur knapp dem Tod entronnenDPA-Datum: 2004-07-01 11:43:55

Magny-Cours (dpa) - Ralf Schumacher ist bei seinem schweren Unfall in Indianapolis wohl nur knapp dem Tod entronnen. Bei einem anderen Einschlagwinkel in die Betonmauer des Hochgeschwindigkeitskurses hätte er nach eigenen Angaben möglicherweise nicht überlebt.

Magny-Cours (dpa) - Ralf Schumacher ist bei seinem schweren Unfall in Indianapolis wohl nur knapp dem Tod entronnen. Bei einem anderen Einschlagwinkel in die Betonmauer des Hochgeschwindigkeitskurses hätte er nach eigenen Angaben möglicherweise nicht überlebt.

«Dann würde es dieses Gespräch jetzt nicht geben. Dann wäre ich jetzt nicht mehr da», sagte der Formel-1-Pilot aus Kerpen der «Bild»-Zeitung. Zugleich kündigte Schumacher an, dass die medizinische Behandlung in den USA «ein Nachspiel haben» werde.

Bei der Untersuchung im Methodist Hospital in Indianapolis hatten die Ärzte lediglich eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen im Rückenbereich festgestellt. Schumacher war einen Tag nach seinem spektakulären Crash wegen eines geplatzten Hinterreifens beim Großen Preis der USA am 20. Juni aus dem Krankenhaus entlassen worden und konnte in seine Wahl-Heimat Salzburg zurückfliegen. Erst eine erneute eingehende Untersuchung in der Sportklinik in Bad Nauheim hatte den Bruch zweier Wirbel ergeben.

Schumachers Manager Willi Weber sagte dem Fernsehsender SAT.1: «Es hat uns am meisten geärgert, dass das in den USA nicht festgestellt wurde. Er ist falsch transportiert worden.» Laut Weber hatte der Rennfahrer auch viel zu früh die Erlaubnis erhalten, zurückfliegen zu können. «Er hätte nicht transportiert werden dürfen», sagte er.

Das Unfallopfer leidet unter sehr starken Schmerzen. «Ich überlege mir jeden Treppengang», erklärte Schumacher gegenüber «Bild». «Ich trage ein Korsett, das die Festigkeit meines Rückens verbessert. So mache ich nur Bewegungen, die auszuhalten sind.» Bei jeder falschen Bewegung seien die Schmerzen extrem.

Dennoch strebt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger, der mit acht bis zwölf Wochen Pause rechnen muss, möglichst schnell ins Cockpit zurück. «Ich gehe schon davon aus, dass es noch dieses Jahr sein wird», erklärte er. «Es hängt aber auch davon ab, wie schnell meine Wirbelsäule verheilt.» Angst habe er wegen des Unfalls nicht. Sonst würde er «sofort mit der Formel 1 aufhören».

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