Ralf Schumacher startet von Rang vier
Barrichello holt Pole-Position

Michael Schumacher ist auf dem Weg, die alten Kräfteverhältnisse in der Formel 1 wieder herzustellen, von der Strecke abgekommen. Durch einen Fahrfehler verpasste der fünfmalige Formel-1-Weltmeister am Samstag in Silverstone die Pole-Position.

HB/dpa SILVERSTONE. Durch sein Missgeschick belegte der Ferrari-Star im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Großbritannien am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premier) nur den fünften Platz und geht aus der dritten Startreihe in das Rennen. "Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Es ist schade, wenn man eine gute Ausgangsposition hat und dann im Gras herumrutscht", ärgerte sich der Kerpener. Er tröstete sich damit: "Auch von einem fünften Platz kann man Rennen gewinnen."

Schumachers Ferrari-Kollege Rubens Barrichello machte es besser. Der Brasilianer, der zuletzt wegen schwächerer Leistungen in der Kritik stand, eroberte in 1:21,209 Minuten auf der 5,141 km langen Strecke die achte Pole-Position seiner Karriere. Am Ende hatte er einen Vorsprung von 0,658 Sekunden auf Michael Schumacher. Überraschender Zweiter wurde der Italiener Jarno Trulli (1:21,381) im Renault vor dem finnischen WM-Zweiten Kimi Räikkönen (1:21,695) im McLaren-Mercedes. "Das war ein solider Job von Kimi", lobte Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug.

Die in den vergangenen vier Rennen stark aufkommenden Williams-BMW mit Ralf Schumacher (1:21,727) und Juan Pablo Montoya (1:22,214) konnten Barrichello nicht gefährden. Immerhin landete der WM-Dritte Ralf Schumacher unmittelbar vor seinem Bruder. "Ich wünsche Michael immer das Beste. Aber für uns ist es natürlich gut, dass er hinter mir steht", meinte der zweimalige Saisonsieger vom Nürburgring und von Magny-Cours. Montoya verlor das Duell gegen Ralf Schumacher und wurde nur Siebter.

Vor dem 11. von 16 WM-Läufen führt Michael Schumacher das Fahrer- Klassement mit 64 Punkten an vor Räikkönen (56), Ralf Schumacher (53) und Montoya (47). In der Konstrukteurs-Wertung liegt Ferrari (103) nur noch drei Zähler vor Williams-BMW (100). Dritter ist McLaren - Mercedes (85). Enttäuschend verlief die Qualifikation für den Schotten David Coulthard, der als letzter Brite 1999 und 2000 triumphiert hatte. Im zweiten Silberpfeil wurde er nur Zwölfter. Die Mönchengladbacher Sauber-Piloten Heinz-Harald Frentzen (1:23,187) Nick Heidfeld (1:23,844) landeten wieder einmal abgeschlagen auf den Rängen 14 und 16.

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