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Ralf Schumacher traurig nach geplatztem Comeback

Der vor elf Wochen schwer verunglückte Ralf Schumacher ist nach dem erneut geplatzten Formel-1-Comeback „nicht gerade glücklich“. Nachdem der Rennfahrer beim Rückkehrversuch zunächst mehrmals von den Ärzten ausgebremst wurde, stoppte ihn diesmal die Versicherung.

dpa HAMBURG. Der vor elf Wochen schwer verunglückte Ralf Schumacher ist nach dem erneut geplatzten Formel-1-Comeback "nicht gerade glücklich". Nachdem der Rennfahrer beim Rückkehrversuch zunächst mehrmals von den Ärzten ausgebremst wurde, stoppte ihn diesmal die Versicherung.

Sie bestand auf einer Zwölf-Wochenfrist zur völligen Genesung, die just beim Monza-Grand-Prix ausgelaufen wäre. "Allerdings ist ein Renneinsatz nur nach einem vorhergehenden Test möglich. Der wäre bereits diese Woche gewesen. Für die Versicherung zu früh. Genau um eine Woche zu früh. Keine Ausnahme, keine Freigabe! Kein Rennen. Mir tut dies wirklich Leid", erklärte Ralf Schumacher auf seiner Homepage.

"Ich habe hart trainiert und das Grüne Licht aus medizinischer Sicht von meinem Arzt für ein Comeback war da. Ich fühle mich absolut fit", sagte der Williams-BMW-Pilot, ehe er doch etwas Gutes an seiner misslichen Situation fand. "Nur einer hat sich darüber gefreut: Mein Sohn David, der mich jetzt noch zwei Wochen länger für sich hat. Dann geht für uns beide die Saison mit Vollgas weiter. Für ihn im Kindergarten, für mich im Rennauto. Endlich!", sagte der 29-Jährige. Sein erstes Formel-1-Rennen nach dem folgenschweren Unfall am 20. Juni in den USA mit Brustwirbelbrüchen und schwerer Gehirnerschütterung will Ralf Schumacher beim Grand Prix von China am 26. September in Shanghai bestreiten.

Allerdings muss der im nächsten Jahr für Toyota fahrende Schumacher zuvor die für die Woche nach dem Monza-Rennen geplanten Testfahrten in Silverstone erfolgreich bestehen. In Italien beim viertletzten Rennen der Saison am 12. September wird der in Österreich lebende Deutsche bei Williams-BMW erneut vom Brasilianer Antonio Pizzonia ersetzt werden.

"Ich lasse Ralf erst ins Auto, wenn mir die Ärzte und die Versicherung eine Unbedenklichkeitserklärung ausstellen. Oder Ralf unterschreibt, dass er im Falle eines Unfalls auf alle Ansprüche verzichtet. Ich will nicht, dass Ralf bei einem weiteren Unfall in einem meiner Autos so wie ich im Rollstuhl landet", erklärte Ralf Schumachers gelähmter Teamchef Frank Williams auf der Homepage seines Rennfahrers. Die von "Sir Frank" geforderte Verzichtserklärung unterschrieb Ralf Schumacher jedoch nicht, auch die Versicherung lenkte nicht ein.

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