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Ralf Schumacher: „Voll ausgeruht, aufgetankt und topfit“

dpa: Mit welchen Erwartungen reisen Sie nach Schanghai?

dpa: Mit welchen Erwartungen reisen Sie nach Schanghai?

Ralf Schumacher: "Ich bin sehr froh, wieder Rennen fahren zu können und voll motiviert noch einige Punkte für mein Team zu holen. Das bin ich einfach den Mechanikern und allen Mitarbeitern schuldig, die sich die ganze Saison über für uns alle zerrissen haben. Nach dem Test vergangene Woche in Silverstone bin ich zuversichtlich, dass uns dies gelingt. Den Kurs kennt ja noch keiner von uns. Den muss sich jeder neu erarbeiten. Als ich zuletzt dort war, war er noch nicht fertig. Das wird sicher spannend für uns alle."

dpa: Hatten Sie in der langen Zwangspause Zweifel, ob Sie Ihre Karriere fortsetzen sollen.

Schumacher: "Keine Sekunde! Dazu macht mir die Rennfahrerei einfach viel zu viel Freude."

dpa: War es für Sie schwer, an den Rennwochenenden zur Untätigkeit verdammt zu sein?

Schumacher: "Natürlich war es nicht gerade angenehm. Aber auch das muss man positiv sehen: So hatte ich einmal ein wenig Zeit für meine Frau und meinen Sohn David. Er wird demnächst drei und hat letzte Woche mit dem Kindergarten begonnen."

dpa: Hat sich Ihre Einstellung zum Rennsport durch den Unfall verändert?

Schumacher: "Nein. Keine neuen Erkenntnisse, keine Ängste. Rennsport ist nun einmal gefährlich. Aber das ist Dachdecken auch. Für diese Erkenntnis habe ich allerdings keinen Unfall gebraucht. Und vor allem hat der Unfall in meinem Bewusstsein ja eigentlich gar nicht stattgefunden, weil ich mich an nichts mehr erinnern kann. Nicht einmal mehr an den Start an diesem Tag."

dpa: Ihr Bruder glaubt, dass so eine Pause manchmal sogar hilfreich sein kann. Sie auch?

Schumacher: "Zumindest ist mir, als ich jetzt in Silverstone nach drei Monaten wieder in ein Rennauto gestiegen bin, wieder aufgefallen, wie viel Freude mir das alles macht. Rennfahren war nach acht Jahren in der Formel 1 schon so selbstverständlich für mich, dass ich das fast vergessen hatte. Ich bin jetzt wieder voll ausgeruht, aufgetankt und topfit."

dpa: Seit Indianapolis hat sich am Williams-BMW einiges verändert. Sind Sie mit der Weiterentwicklung zufrieden?

Schumacher: "Ich war positiv überrascht von der Entwicklung. Das Auto hat mehr Abtrieb und lässt sich viel leichter fahren."

dpa: In der letzten Woche hat ihr nächstjähriger Teamkollege Jarno Trulli den Toyota schon getestet. Beschäftigen Sie sich bereits mit Ihrem neuen Team?

Schumacher: "Natürlich setzt man sich schon hier und da mit der nächsten Saison auseinander. Aber momentan zählen für mich nur die letzten drei Rennen."

Volker Gundrum, dpa

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