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Ralf Schumachers Frankreich-Start noch fraglichDPA-Datum: 2004-06-29 17:17:51

Stuttgart (dpa) - Erst am 30. Juni entscheidet sich, ob Ralf Schumacher beim Großen Preis von Frankreich starten kann. Dies teilte sein Sprecher Thomas Hofmann der dpa nach weiteren eingehenden Untersuchungen des vor zehn Tagen schwer verunglückten Formel-1-Piloten mit.

Stuttgart (dpa) - Erst am 30. Juni entscheidet sich, ob Ralf Schumacher beim Großen Preis von Frankreich starten kann. Dies teilte sein Sprecher Thomas Hofmann der dpa nach weiteren eingehenden Untersuchungen des vor zehn Tagen schwer verunglückten Formel-1-Piloten mit.

Schumacher, der sich beim Großen Preis der USA in Indianapolis eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen am Rücken zugezogen hatte, war zur Behandlung in der Sportklinik Bad Nauheim.

Das Williams-BMW-Team will nun in Ruhe die ärztlichen Ergebnisse analysieren und dann in Absprache mit seinem Fahrer festlegen, ob ein Start in Magny-Cours sinnvoll und zu verantworten ist. «Heute wird es definitiv keine Entscheidung mehr geben», sagte Hofmann. «Diese fällt zu 99 Prozent am Mittwoch.»

Auch wenn offiziell noch nichts entschieden ist, spricht angesichts der Schwere des Unfalls Vieles für eine Pause Schumachers. «Dieser Unfall war deutlich heftiger als der vom letzten August», sagte ein Williams-Vertreter der «Stuttgarter Zeitung». Damals war Schumacher bei Testfahrten wegen einer gebrochenen Radaufhängung schwer verunglückt.

Seinen Versuch, wenige Tage später beim Großen Preis von Italien im September 2003 anzutreten, musste er nach dem freien Training abbrechen. Testpilot Marc Gené hatte Schumacher dann ersetzt. Der Spanier dürfte auch am Wochenende beim zehnten Saisonlauf an Stelle des noch stark angeschlagenen Rheinländers im Cockpit sitzen.

Schumacher war am 20. Juni in Indianapolis wegen eines geplatzten Hintereifens mit 326,6 km/h im Scheitelpunkt der Steilkurve des Hochgeschwindigkeitskurses rückwärts in spitzem Winkel in die Betonmauer geprallt. Nach von der «Stuttgarter Zeitung» veröffentlichten Datenaufzeichnungen des Teams betrug die Geschwindigkeit beim Einschlag noch 297,6 km/h.

Offenbar hatte Schumacher großes Glück, dass er noch relativ glimpflich davongekommen ist. «Jeder andere Einschlagwinkel, seitlich oder frontal, hätte fatale Folgen gehabt», sagte ein Williams-Ingenieur. «Ralf hatte Riesenglück, dass sich das Auto nicht noch weiter um 15 bis 20 Grad gedreht hatte.»

Schumacher, der am 30. Juni seinen 29. Geburtstag feiert, hat sich in seiner Wahlheimat Salzburg von den Unfallfolgen erholt und mit einer so genannten Bio-Feedback-Therapie behandeln lassen. Sollte er in Magny-Cours nicht fahren können, erscheint sein Start eine Woche später beim britischen Grand Prix in Silverstone eher unwahrscheinlich.

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