Ralph Lauren und sein größter Hersteller verklagen sich
Streit zwischen Polo und Jones eskaliert

Ein Gericht soll über den Streit zwischen dem US-Modekonzern Polo Ralph Lauren Corp. und der Jones Apparel Group entscheiden, die verschiedene Kollektionen für die Edelmarke herstellt. Anlass ist die Entscheidung von Polo Ralph Lauren, die Zusammenarbeit mit Jones zum Dezember dieses Jahres zu kündigen.

kk NEW YORK. Polo Ralph Lauren ist einer der erfolgreichsten Modekonzerne in den USA und damit einer der wichtigsten Kunden des Lizenznehmers Jones, die rund 1 Mrd. $ mit den Marken "Lauren" und "Ralph" umsetzt. Die Zusammenarbeit von Jones - mittlerweile das zweitgrößte Textilunternehmen in den USA - und Polo galt bisher als beispielhaft in der US-Modebranche.

Der Gang vors Gericht zeigt, wie sehr sich die Machtverhältnisse in der Modewelt verschoben haben. Bisher haben sich die anonymen Hersteller dem Willen der großen Namen gebeugt. Doch mit zunehmender Größe trauen sich Unternehmen wie Jones nun, gegen die Designer anzutreten.

Polo fühlt sich im Recht zu kündigen, weil die "Ralph"-Kollektion sich nicht so gut verkauft wie erwartet. Damit habe Jones den Vertrag verletzt. Jones hingegen pocht darauf, dass der Vertrag 2006 läuft und hat den Modehersteller auf 550 Mill. $ wegen Vertragsbruchs verklagt. Für die Einzelhändler kommt der Rechtsstreit zu einer Zeit, in der sie Produktionsprobleme bei einer der bekanntesten Marken nur schwer verkraften können.

Polo hat mit einer eigenen Klage wegen Vertragsbruchs geantwortet. Ein Gericht soll nun bestätigen, dass Polo das Recht hat, die Lizenzen für "Ralph" und "Lauren" zum Dezember 2003 zu kündigen.

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