Ramadan weist US-Vorwürfe zurück
Araber warnen Bagdad vor Tricks

Bagdad hat amerikanische Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Irak mit Angriffen auf amerikanische und britische Kampfflugzeuge gegen die jüngste UN-Resolution verstoßen hat.

HB/dpa BAGDAD/RIAD/KAIRO. Die so genannten Flugverbotszonen im Norden und Süden des Irak seien von den Regierungen der USA und Großbritanniens eigenmächtig und ohne UN-Beschluss eingerichtet worden, zitierte der arabische Fernsehsender El Dschasira den irakischen Vizepräsidenten Taha Jassin Ramadan am Dienstag. Deshalb könne von einem Verstoß gegen die Resolution 1441 für verschärfte Waffenkontrollen im Irak überhaupt keine Rede sein.

Nach ähnlichen Vorfällen am Wochenende waren am Montag nach US- Militärangaben erneut amerikanische und britische Flugzeuge bei Patrouillenflügen über dem Irak angegriffen worden. Die Flugzeuge hätten daraufhin irakische Flugabwehrstellungen bei Mosul und im Südirak bombardiert, hieß es. Der stellvertretende Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, sprach am Montag von einer "erheblichen Verletzung" der UN-Resolution.

Nach Angaben aus London und Washington greifen die Flugzeuge bei ihren Kontrollflügen über dem Südirak und dem nördlichen Kurdengebiet, nur dann militärische Ziele an, wenn sie von der irakischen Flugabwehr unter Beschuss genommen werden. Bagdad berichtet dagegen häufiger über zivile Opfer.

Mehrere arabische Staaten haben die irakische Führung unterdessen davor gewarnt, die Arbeit der am Montag in Bagdad eingetroffenen type="unknownISIN" value="UN-">UN - Waffenkontrolleure unter der Leitung des Schweden Hans Blix zu behindern. Der saudische Ministerrat forderte die Regierung von Präsident Saddam Hussein bei einer Sitzung in der Nacht zum Dienstag, an der auch König Fahd Ibn Abdelasis teilnahm, zur "vollständigen Zusammenarbeit" mit den UN-Experten auf, um die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung in der Golfregion abzuwenden.

Wie Informationsminister Fuad el Farisi nach der Sitzung erklärte, appellierte der Rat außerdem an den Weltsicherheitsrat, nicht nur den Irak, sondern auch Israel zur Umsetzung aller UN-Resolutionen zu zwingen. Diese sehen unter anderem einen Abzug aus den 1967 besetzten Gebieten vor. Diese Forderung der Araber hatten am Montag in Damaskus bereits der ägyptische Präsident Husni Mubarak und Syriens Präsident Baschar el Assad unterstrichen.

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