Rampenlicht war nicht seine Welt
Henning Schulte-Noelle: Mächtigster Manager in Deutschland

Henning Schulte-Noelle gilt als einflussreichster Manager der deutschen Wirtschaft. Als Vorstandschef des Versicherungsriesen Allianz war er jahrelang hoch angesehen und unumstritten.

HB/dpa MÜNCHEN. Erst in den vergangenen Monaten wurde erste, vorsichtige Kritik an Schulte-Noelle laut. Schließlich hatte er die milliardenschwere Übernahme der Dresdner Bank in die Wege geleitet und zu verantworten. Derzeit kämpft die Allianz mit Milliardenverlusten bei ihrer Banktochter. Schulte-Noelles Konzept des Allfinanzkonzerns steht in der Kritik.

In der Öffentlichkeit macht sich der 60-Jährige Schulte-Noelle rar. Er meidet das Rampenlicht und wirkt lieber aus dem Hintergrund. Mit Geschick trieb der nach der Übernahme des Vorstandsvorsitzes vor gut zehn Jahren die Expansion voran. Mit dem Kauf der französischen AGF-Gruppe stieg die Allianz unter seiner Führung 1997 zum weltgrößten Versicherer auf.

Disziplin, Selbstbeherrschung und angelsächsisches Understatement gelten als Schulte-Noelles markanteste Charakterzüge. Als er 1991 sein Amt als Vorstandschef von seinem Ziehvater Wolfgang Schieren übernahm, war er in den Medien ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, obwohl er dem Konzern seit 1975 angehörte. Seine Allianz-Karriere hatte er als Assistent bei der Zweigniederlassung der Allianz-Versicherungs-AG in Köln gestartet. Zuvor war der studierte Jurist drei Jahre lang in einer Frankfurter Kanzlei tätig.

In der spärlichen Freizeit wandert der 1,90 Meter große Manager gerne in den Alpen. Zudem entspannt er sich beim Orgelspielen. Schulte-Noelle ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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