Rangfolge der wichtigsten Kanzleien und PR-Agenturen für das M&A-Geschäft
Deutsche Anwälte bei deutschen Übernahmen Spitze

Die Spitze in der Rangfolge der wichtigsten Rechtsberater im deutschen Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A) ist wieder in deutscher Hand.

jkn/mm FRANKFURT/M. Die Düsseldorfer Anwaltssozietät Hengeler Mueller hat nach Erhebungen des Informationsdienstes Mergermarket das größte Transaktionsvolumen in Deutschland betreut. Europaweit steht die internationale Sozietät Linklaters & Alliance auf dem ersten Platz.

Die Anwälte von Hengeler Mueller waren zwischen Januar und Juni 2002 an insgesamt 17 Transaktionen mit einem Volumen von 32 Mrd. Euro beteiligt. Linklaters kommt zwar auf 20 Deals, das Volumen betrug allerdings nur 23,5 Mrd. Euro. "Linklaters spielte keine Rolle bei den zwei größten deutschen Deals, nämlich der Übernahme der RAG durch Degussa sowie der Akquisition von Reemtsma durch Imperial Tobacco", erläutert Charlie Welsh von Mergermarket den Wechsel an der deutschen Spitze.

Auf den weiteren Plätzen in Europa gab es ebenfalls teils heftige Veränderungen. Clifford Chance ist vom ersten auf den zweiten Platz zurückgefallen. Dagegen hat Allen & Overy einen kräftigen Satz nach vorne gemacht und steht nun auf Rang drei (im Vorjahr Platz neun). Nach wie vor sind die großen US-Kanzleien relativ schwach auf den vordersten Plätzen der europäischen Rangfolge vertreten. Einzige Ausnahme sind Shearman & Sterling auf Platz fünf.

Auch bei den PR-Beratern im europäischen M&A-Geschäft wurden die Ranglisten im ersten Halbjahr kräftig durcheinander gewirbelt. Maitland-Consultancy hat die Platzhirsche Brunswick und Financial Dynamics von der Spitzenposition verdrängt. Verantwortlich dafür war vor allem die Beteiligung am größten europäischen Deal in diesem Jahr: der Fusion der britischen Versorger Lattice und National Grid. Die Berater von Maitland hatten dabei die Kommunikationsarbeit für Lattice übernommen.

In Deutschland liegt Financial Dynamics vor Finsbury und Brunswick an der Spitze.Trotz der aktuellen Krise im M&A-Geschäft zeigt sich Christian Weyand, Geschäftsführer der Frankfurter Brunswick-Filiale aber gerade für den deutschen Markt zuversichtlich: "Wir haben noch immer enormen Nachholbedarf im Vergleich zu Großbritannien." Im Jahr 2000 seien bei drei Vierteln aller britischen Transaktionen PR-Berater beteiligt gewesen. In Deutschland habe dieser Wert bei nur etwa zehn Prozent gelegen.

Quelle: Handelsblatt

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